Community: Forum | Hilfe | Suche | Einloggen | Registrieren |
Anzeige:

Seiten: [1]   Nach unten

Hausbau

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
  • Jelina_
  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Herkunft:
  • Beiträge: 24
Hausbau
« am: Sonntag, 06. Juli. 2008, 19:37:25 »

Hallo,
mein Mann und ich wollen demnächst wahrscheinlich ans Haus bauen denken, da wir nun Familienzuwachs bekommen haben und endlich mal eine eigene Bleibe über dem Kopf haben wollen.
Hat hier jemand schon gebaut und kann mir ein paar Tips geben.
Mich würde mal interessieren ob ihr Fertighaus oder Massivhaus habt, hattet ihr nen Architekten, Planer oder ähnliches, was habt ihr selbst am Haus gemacht oder eben nicht und wie habt ihr das mit der Finanzierung gemacht.
Wäre toll wenn der ein oder andere mir da vorab schonmal ein paar Tips geben könnte.

Lg
Jelina
Moderator informieren   Gespeichert

creadoo
« am: Sonntag, 06. Juli. 2008, 19:37:25 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • darknightmare
  • Forum-Legende
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Herkunft: Südniedersachsen
  • Beiträge: 8.355
Re: Hausbau
« Antworten #1 am: Montag, 07. Juli. 2008, 14:13:09 »

Hallo Jelina,

wir haben letztes Jahr unser Haus bezogen. Ich habe allerdings schon das dritte Mal gebaut. Einmal in der Jugend mit meinen Eltern, einmal 1989 mit meinem Mann (angebaut an ein vorhandenes Haus) und jetzt ganz neu.

Also jedes Mal wurde ein Architekt bemüht und es war jedes Mal ein Massivhaus. Wir haben bei unserem jetzigen Haus sehr gut gedämmt (20cm Außenhaut, 44cm Dach). Wir haben eine Erdbohrung für die Wärmepumpe und eine Fußbodenheizung. Außerdem eine Lüftungsanlage. Dafür brauchen wir für die Heizung nur ca. 600 - 700 € Strom im Jahr. Denn wir haben eine Fensterfront im Wohnzimmer eingebaut, die bei der Heizung einspart, weil die Sonne eingefangen und verwendet wird. Wir haben echt nach dem neuesten Standard gebaut, damit wir nicht in 5 - 10 Jahren wieder aufrüsten müssen. Zwar geht es jetzt mehr ins Geld, aber man spart ja auch an verschiedenen Ecken.

Wenn Du noch mehr wissen möchtest, schreib mich einfach an.

Darknightmare
Moderator informieren   Gespeichert



Die Welt hat nicht auf mich gewartet, aber sie hat mich verdient.

Meine Bewertungen: http://www.creadoo.com/forum/bewertungsforum/darknightmare-t106949.0.html
creadoo
« Antworten #1 am: Montag, 07. Juli. 2008, 14:13:09 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • Holzbastelmaus
  • Bastel-Genie
  • *****
  • Offline Offline
  • Herkunft: Bayern
  • Beiträge: 1.924
Re: Hausbau
« Antworten #2 am: Montag, 07. Juli. 2008, 14:54:49 »

Hallo darnightmare,

entschuldige Jelina wenn ich mich an deinen thread anhänge, aber bei uns steht nächstes Jahr ein Anbau an.

Wie errechnen sich die Kosten für den Architekt? Wir haben ein älteres Haus, das wir erweitern wollen. Allerdings hat keiner von uns jemals so etwas gemacht, so dass wir nicht die geringste Ahnung haben was da auf uns zu kommt, was überhaupt baulich machbar ist usw. Bei der Gemeinde war ich schon, solange wir keinen Wolkenkratzer oder Leuchtturm bauen wollen ist auf unserem Grundstück fast alles möglich, auch von den Grenzabständen her gibt es keine Probleme. Und nun???? Angenommen das Dach muß komplett neu gemacht werden um den Altbau und den Anbau zu verbinden.. was kostet ein Dachstuhl??

Für jegliche Info wäre ich auch Häuslebauern sehr dankbar!

GLG

Holzbastelmaus
Moderator informieren   Gespeichert

creadoo
« Antworten #2 am: Montag, 07. Juli. 2008, 14:54:49 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • darknightmare
  • Forum-Legende
  • ******
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Herkunft: Südniedersachsen
  • Beiträge: 8.355
Re: Hausbau
« Antworten #3 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 08:02:44 »

Huhu Holzbastelmaus,

Wir haben den Architekten ausschreiben lassen. Dafür wird er ja bezahlt. Normalerweise bekommt er 10% dessen, was das Haus in der Herstellung kostet. Aber man kann natürlich auch einen Preis aushandeln. Unser Architekt hat mit jemandem zusammen gearbeitet, der viele verschiedene Handwerkerfirmen kannte. Da haben wir echt Glück gehabt. Preisunterschiede von bis zu 40% waren da drin!!!

Aber was ein neuer Dachstuhl kostet................... Am besten mal jemanden ein Angebot machen lassen. Aber das sollte natürlich vorher durchgeplant sein, was denn da zu machen ist. Also ist eine Person, die gut Ahnung hat einfach unerlässlich.

Darknightmare
Moderator informieren   Gespeichert



Die Welt hat nicht auf mich gewartet, aber sie hat mich verdient.

Meine Bewertungen: http://www.creadoo.com/forum/bewertungsforum/darknightmare-t106949.0.html
creadoo
« Antworten #3 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 08:02:44 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • Riki King
  • Bastel-Genie
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Weiblich
  • Herkunft: Tirol /Österreich
  • Beiträge: 1.488
  • Schöne Grüße aus TIROL
Re: Hausbau
« Antworten #4 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 09:48:27 »

Wir haben auch Haus gebaut. DEn Plan hat uns ein Architekt privat gezeichnet (hat 1000 euro 9gekostet,Der hat ihn bei der Gemeinde und Baufirma, Grundbuch etc. eingereicht,Von der Bank haben wir uns eine Finanzierungsplan erstellen lassen.Vor allem bei der Heizund würde ich erkundigungen einholen-Sonnenenergie etc..nutzen.Auch Dämmung ist sehr wichtig,damit ihr nicht beim Kamin rausheizt. Gebaut haben wir in Eigenregie mit Freunden und Verwandten.die wir aber natürlich auch bezahlt haben.Bei uns in Tirol gibt es auch Bauvorschriften- Balkon-Zaun etc.. Es muß der Landschaft angepasst sein

Moderator informieren   Gespeichert

Alles Liebe von
 



Meine Vorlieben
creadoo
« Antworten #4 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 09:48:27 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • Holzbastelmaus
  • Bastel-Genie
  • *****
  • Offline Offline
  • Herkunft: Bayern
  • Beiträge: 1.924
Re: Hausbau
« Antworten #5 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 09:55:31 »

Wow, Riki King, das ist aber schön !!! Da fällt mir spontan ein "Wohnen wo andere Urlaub machen".

Vielen Dank für die Info!

LG

Holzbastelmaus

Moderator informieren   Gespeichert

creadoo
« Antworten #5 am: Dienstag, 08. Juli. 2008, 09:55:31 »

Anzeige:

 Gespeichert
  • Baila
  • Bastel-As
  • *****
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Herkunft: Norddeutschland
  • Beiträge: 2.108
Re: Hausbau
« Antworten #6 am: Mittwoch, 09. Juli. 2008, 15:35:48 »

Hallo Jelina,

es hängt in erster Linie alles davon ab, wieviel Ihr investieren wollt/könnt. Ein Architektenhaus ist natürlich schöner, weil man da das ganze Haus nach Lust und Laune planen kann. Wir haben damals ungefähr aufgemalt, was wir haben wollten und der Architekt hat daraus dann ein super Haus aufs Papier gezaubert, dann wurde noch ein wenig umgeplant und dann hatten wir unser Traumhaus. Der Nachteil ist, dass Du den Architekten dafür bezahlen muß, der Preis errechnet sich auf Basis der geschätzten Baukosten für das Haus. Und dann mußten wir noch einen Statiker beauftragen, der die Statik erstellt hat, allerdings weiß ich nicht, wonach der gerechnet hat, ich schätze, da wurden auch irgendwie die Baukosten zugrunde gelegt.

Bei einem Fertighaus sind diese Vorbereitungen ja alle schon mal gelaufen, daher spart man hier die Kosten dann ein und heutzutage ist es bei Fertighäusern möglich, auf sehr viele individuelle Wünsche einzugehen, solange man keine tragenden Wände versetzen will icon_wink Und bei einem Fertighaus hast Du dann so ziemlich nichts mit dem Bau zu tun, alles wird organisiert und rangefahren und Du mußt immer nur mal hinschauen, wie weit der Bau fortgeschritten ist bzw. kann man ja auch in gewissem Umfang Eigenleistung einbringen, was den Bau dann billiger werden läßt.

Wir haben unser Haus komplett in Eigenregie gebaut, das heißt, jedes bißchen Material selber beschafft, alle Handwerker (Maurer, Zimmermann, Dachdecker, Tischler, Elektro, Sanitär und Heizung, Estrichleger, Putzer, Baggerunternehmen)selbst organisiert und koordiniert. Außerdem haben wir auch viel selbst gemacht, z. B. den Keller von außen abgedichtet, Ringfundamente ausgegraben, Treppenhaus selbst gemauert usw.) Zu dem Zeitpunkt schien uns das alles ganz normal, es hat uns ja auch viel Spaß gemacht, weil man gesehen hat, wie schön alles vorwärts geht, aber danach sind wir beide gesundheitlich zusammengeklappt, weil so ein Hausbau leider auch viel Ärger mit sich bringt und über 9 Monate diesen Streß neben einem Vollzeitjob, das war dann doch ein bißchen viel. Also wenn das in Eigenregie laufen soll, dann müssen beide ziemlich belastbar sein und einiges an Ärger wegstecken können, ohne gleich Panik zu kriegen, sonst bekommt man das nicht hin.

Wenn man das Architektenhaus auch vom Architekten bauen läßt, inklusive Ausschreibungen und Bauleitung, ist das zwar eine feine Sache, aber letztendlich arbeitet er immer mit den gleichen Firmen zusammen, also so ganz objektiv wird da bei den Angeboten sicherlich nicht ausgewählt. Und unser Architekt sitzt in einem der 'neuen' Bundesländer, der arbeitet nur mit Firmen aus seiner Umgebung zusammen, der kannte die Firmen, bei denen wir angefragt haben, zum Teil gar nicht. Allerdings war es für uns wichtig, dass wir möglichst Handwerker vor Ort beauftragen. Wir haben zwar im weiteren Umkreis Anfragen gestartet, aber es hat sich gezeigt, dass unsere Handwerker vor Ort nur unwesentlich teuer waren bzw. konnte man ja auch noch ein wenig verhandeln und daher haben wir uns dann auch für diese entschieden.

Bei der Finanzierung ist es wichtig, dass Ihr ein gewisses Eigenkapital habt, denn ansonsten wird die Finanzierung sehr, sehr teuer und falls dann mal einer arbeitslos wird, geht gleich das Haus unter den Hammer. Bei genügend Eigenkapital z. B. durch Bausparverträge oder so, sind die monatlichen Belastungen nicht viel höher als bei einer Mietwohnung und selbst wenn ein Verdiener ausfällt (wie bei uns leider passiert), dann ist gleich das Haus weg. Allerdings müßt Ihr sehr aufpassen, wo und wie ihr die Finanzierung macht, denn oftmals rechnen Hausbaufirmen einem alles schön, nur um wieder einen Auftrag zu bekommen und nachher kommt das große Erwachen. Freunde von mir sehen sich gerne mal sonntags nachmittags Musterhäuser an, und dann sitzt da ja auch immer jemand, der mal eben schnell ganz problemlos eine Finanzierung ausrechnet. Die beiden haben keinen Penny auf der Bank, aber Du glaubst nicht, was denen schon für tolle Finanzierungen ausgerechnet wurden, danach könnten sie locker eine Villa mit Butler finanzieren und nebenbei noch auf großem Fuß leben.

Wichtig ist aber auch, dass Ihr ein wenig auf das Drumherum achtet: was gibts dort für Nachbar, wo Ihr bauen wollt, wie weit ist in der Siedlung die Bebauung? Nicht dass Ihr ganz tollen Ausblick habt und nach zwei Jahren seht Ihr dann nur noch auf die Rückwand des neuen Nachbarn. Gibt es eventuell besondere Vorschriften (davon gibts hier in Deutschland ganz viele und vor allem ganz unlogische und bekloppte ). Wir durften z. B. die Farbe unseres Daches und der Klinker nicht frei wählen, es mußte zum Dorf passen und da gabs genaue Vorschriften. Also hätten wir ein weißes Haus mit blauem Dach gewollt, hätten wir hier echt Pech gehabt. Die Bebauungsgrenzen könnten ein Problem werden, wenn Ihr später mal noch einen Anbau machen wollt, einen Wintergarten oder sogar nur einen Carport, also laßt solche Dinge lieber gleich mitgenehmigen, auch wenn Ihr sie nicht sofort bauen wollt. Wenn Ihr ein Reihenhaus bauen wollt, dann kann es sogar zu einem Drama ausarten, wenn man nachträglich vor der Haustür ein Regenschutzdach anbringen will(hatten wir gerade erst im Bekanntenkreis, die Nachbarn wollten es nicht und nun darf unser Bekannter an seinem eigenen Haus kein Regendach anbringen).

Eine wichtige Überlegung ist immer, ob Ihr mit oder ohne Keller bauen wollt. Mit ist auf den ersten Blick teurer, weshalb viele drauf verzichten, aber anderherum ist so ein Keller der billigste umbaute Raum und im Verhältnis zum Nutzen sind die Mehrkosten dann gar nicht mehr so hoch (wenn man sie sich dann leisten kann). Es kommt auch darauf an, welchen Heizungstyp Ihr nehmen wollt. Für eine Ölheizung braucht man auch einen Öltank und der steht nunmal im Keller (oder man gräbt einen Erdtank ein, was wieder sehr, sehr viel Geld kostet, welches man dann lieber in den Keller investieren kann). Bei Gasheizung genügt eine winzige Ecke um dort die Heizung aufzustellen und die kann auch gerne im Spitzboden liegen, wo sie keinen wertvollen Wohnraum wegnimmt. Solartechnik ist eine feine Sache, wird auch vom Staat über verschiedene Stellen gefördert, allerdings sind die Fördersummen im Verhältnis nicht sehr hoch, also den allergrößten Anteil müßt Ihr selbst bezahlen und da handelt es sich auch immer um einige Tausend Euro.

Der Innenausbau ist dann nachher auch nicht zu unterschätzen, da ist halt die Frage, wieviel Ihr selbst machen könnt, ob vielleicht in der Familie oder Bekanntschaft Handwerker sind, die Euch da behilflich sind usw. Man glaubt nicht, wieviel Geld innen in das Haus reingesteckt werden muß, da kommt schnell ein Sümmchen zusammen, je nachdem, wie anspruchsvoll man ist. Aber alles was hübsch ist, ist auch teuer, das haben wir beim Bauen auf jeden Fall festgestellt. Also da muß man sich auch vorher im Klaren drüber sein, wo man ein wenig sparsamer ist und wo man lieber einen Euro mehr ausgeben will. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, selbst und sehr günstig Holz zu machen, dann ist der Einbau eines Kaminofens oder sogar einer Holzheizung zusätzlich zur normalen Heizung eine Überlegung wert. Wenn Ihr allerdings darauf angewiesen seid, fertiges Holz zu kaufen, dann ist es eher ein Luxus, mit dem man aber keine Energiekosten einsparen kann.

Macht Euch also ruhig die Mühe, Euch sehr lange und intensiv zu informieren, egal zu welcher Art von Haus Ihr Euch entscheidet, dann geht nachher der Hausbau umso glatter.

@Riki King
So ein Haus ist natürlich der absolute Hammer, aber sowas dürften wir hier in Norddeutschland gar nicht in unser Dorf stellen, na ja, und es wäre - glaube ich - auch fast unbezahlbar.

Viele Grüße

Baila
Moderator informieren   Gespeichert

creadoo
« Antworten #6 am: Mittwoch, 09. Juli. 2008, 15:35:48 »

Anzeige:

 Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Gehe zu: