Liebe Villa Winzig,
ich habe mit 22 ein Jahr als Au-pair Mädchen in der USA gearbeitet, sozusagen Blut geleckt und bin dann 3 Jahre später (also mit 26) mit Sack und Pack ausgewandert mit Ehemann und Baby.
Habe dann 5 Jahre dort gelebt und bin , nachdem meine Ehe gescheiter ist wieder zurück nach Deutschland gekommen. Habe also reichlich Erfahrung gesammelt.
Die Zeit als Au pair girl war umwerfend das würde ich jedem empfehlen. Leicht war es nicht immer,andere Kultur ander Sprache usw. Aufgewogen wird es 1000% durch die Unabhängigkeit und das Selbstbewußtsein das man entwickelt.
Du mußt dich durchschlagen ,keine Mami oder Papa der mal eben weiterhilft, klar man kann sie Anrufen aber 6000Meilen weit weg können sie wenig ausrichten.
Also regelt mann es irgendwie selber lernt sich hilfe zu holen und vor allem durchzuhalten.
Mann lernt die interessantesten Menschen kennen und Gefahren ?
Nun man lernt damit umzugehen.
Ich kam aus einem 6000 Einwohnerkaff nach New York City da muste ich eine Menge lernen in diesem verückten Großstadtjungel aber das war gut und wichtig und hat meine sensibilität für "merkwürdige Situationen " und "fragwürdige Personen " imens geschult.
Ausserdem wußte ich nicht wie
deutsch ich bin ,bis ich im Ausland gelebt habe.
Dinge die mir hier unglaublich auf den Keks gegangen sind ,habe ich dort vermisst.
Deutsche pünktlich und zuverlässigkeit zum Beispiel.
Richtiges Brot

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Unsere soziale Sicherheit, die ich immer als selbstverständlich betrachtet habe und die auch heute nach all den kürzungen der pure Luxus ist, im vergleich zu Amerika.
Das komplette Auswandern war ein anderes Thema und erheblich schwieriger als in einem geschützten Rahmen in einer Au pair Familie zu leben.
Auch das wollte ich um nix in der Welt missen (schon allein wegen der Sprache ,die ich nun behersche wie meine Eigene) es war verdammt hart aber ungeheuer Lehrreich.
Meine Mutter hat mir immer den Rücken gestärkt und mich in allem was ich tat unterstützt.
Ihr letzter Satz am Flughafen war : Es ist besser es zu probieren und eventuell rauszufinden,das war nix, als dich dein Leben lang zu fragen was wäre gewesen wenn !?
Nun bin ich selber Mama ,meine Tochter ist erst 11 erinnert sich aber gut an die USA und möchte wenn sie mit der Schule fertig ist auf jeden Fall da hin .
Nun bis dahin ist noch viel Zeit aber ich werde Ihr Packen helfen und am Flughafen sage ich ihr dann.
Süße, wenns nix ist kommste wieder zurück, aber es ist besser es zu probieren als............

Deine Tochter hat da eine unglaubliche Chance ,das du dir als Mama Sorgen machst ist ja klar, die Nabelschnur ist dann endgültig gekappt.
Aber mal ehrlich wohin kommt man denn gerne zurück ?
Zu der Mutter, die eine ermutigt hat von dannen ziehen lassen !
Das weiß ich genau denn ich habe so eine !
...und gedenke auch so eine zu werden.
Liebe grüße
Klunkertante