Guten Morgen Ihr Lieben
Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Erst mal finde ich es gut, dass Kindern in dem Alter in der Krippe eine sanfte Eingewöhnung ermöglicht wird. Das gibt es bestimmt nicht überall. Ich hab da keine Erfahrung mit, da Lara mit dreieinhalb in den Kiga gekommen ist und dort nicht die Möglichkeit gegeben war. Es war aber so, dass sie am ersten und zweiten Tag nur 1 1/2 Stunden blieb.
Sie geht eh nur von 9-12 in den Kiga, da ich zu Hause bin mit der Kleinen brauche ich keine längeren Betreuungszeiten.
Zu dem Kochen. Meine Kinder 2 1/2 und 5 1/2 stehen bei mir auch immer mit ihren Stühlen neben dem Herd, wenn ich koche. Das ist schon ein richtiges Ritual bei uns. Wenn die Kleine Töpfe klappern hört, rennt sie auch schon los ihr Stühlchen holen.

Wenn sie nämlich beim Kochen dabei sein dürfen, ist der Reiz nicht so groß, in einen unbeobachteten Moment nach dem Topf zu greifen. Denn es ist nichts Neues für sie und deshalb nicht soo interessant.
Küchenverbot haben sie, wenn ich die Friteuse aufstehen hab. Ich lass sie dann immer den Tisch decken. Das macht genauso viel Spass und ist nicht gefährlich; jedenfalls nicht für die Kinder, nur für mein Geschirr.

Natürlich haben sie einen Sicherheitsabstand zum Herd und ich bin immer dabei. Aus der Küche gehen würde ich nicht. Aber es passiert natürlich trotzdem, dass man sich mal wegdreht, um z.B. mal was aus dem Kühlschrank zu holen. Aber ich habe den Beiden so eingeschärft, dass das heiß ist, dass sie nicht
bewußt nach dem Topf oder der Platte greifen würde. Ein versehentliches hingreifen kann man natürlich nicht ausschließen, aber sie haben schon ziemlichen Respekt vor heißen Sachen. Und es ist auch noch nie etwas passiert. Wenn meine Kleine irgendwo Wasserdampf sieht, schreit sie schon: Vorsicht heiß!!!

Ich versuche sie auch immer mit zu beschäftigen, so dass die Aufmerksamkeit doch eher der Vorbereitung der Zutaten gilt, als dem im Topf rühren. Salatsoße rühren macht schließlich genauso viel Spass.

Die Töpfe und Schüsseln kommen bei uns auch vom Herd auf den Tisch, aber da sitzt ich ja dann auch daneben. Das Essen für die Kleine mache ich immer ein bischen eher auf den Teller, damit es schon etwas abkühlt. Manches mal schreit sie aber auch schon, dass sie es alleine pusten will. Dann bekommt sie es so und pustet eben selber. Wenns zu heiß ist, spukt sie es schon wieder aus. Und sie müssen ja auch die Wärme selber mal spüren, da sie sich sonst nicht vorstellen können, was heiß ist.

Richtig Panik hab ich immer, wenn es um Kerzen geht. Die würde ich nie im Leben aus den Augen lassen. Ich mache eine Kerze lieber zehn mal an und aus, als sie brennen zu lassen, wenn ich nicht dabei bin.
Selbst wenn so eine Kerze erstmal "außer" Reichweite steht, sind die Kinder doch mit klettern schnell überall dran.
Sie wissen zwar auch, das die Kerze heiß ist, aber ein Kerzenlicht fasziniert doch so sehr, dass die Neugier größer ist, als die Angst vor der Hitze. Da bin ich also auch lieber übervorsichtig.
Und nun zu dem Schreien lassen.
In Laras Gruppe gab es jetzt 11 Neuzugänge. Die Gruppe ist 24 Kinder stark. Da Lara immer erst um neun in den Kiga geht, sind ímmer schon alle anderen Kinder da, wenn wir kommen.
So auch die Neuen. Jeden Morgen war ein Junge am Weinen und schreien. Ich habe dann die Erzieherin mal angesprochen, wie lange der Kleine denn so schreit. Da sagt sie mir, dass er manchmal fast den ganzen Morgen heult.

Auf meine Frage, warum sie nicht die Mutter ruft, sagte sie, dass die Mutter meinte, er würde zu Hause genauso schreien, das wäre so eine Phase.

Sie wollte also gar nicht angerufen werden. Ich hab sie übrigends mal selber angesprochen, da ich das nicht in Ordnung fand, dass man das so hinnehmen muss, denn die anderen Kinder leiden ja auch darunter. Aber sie fand´s wohl normal.
Dann gibt es ja auch noch die Mütter, die Arbeiten gehen und vielleicht nicht die Möglichkeit haben, sofort zu kommen. Irgendwo muss das Geld für die Krippe schließlich herkommen.
Du könntest vielleicht mal die Mutter ansprechen, so nach dem Motto: ihr Kind hat es aber schwer im Moment. Dann hörst du, ob sie überhaupt weiß, dass ihr Kind so furchtbar nach ihr weint.
@ Biggi
Der Ton macht die Musik. Wenn Du hier etwas beitragen möchtest, kannst Du es gerne machen, aber ob man in seinem ersten Beitrag hier so sarkastisch werden sollte

Ich sehe bestimmt auch vieles lockerer als andere Mütter, es mag daher kommen, dass ich mit sieben Geschwistern aufgewachsen bin. Bei so vielen Kindern in teilweise recht engen Abständen, kann man nun mal seine Augen nicht überall haben. Aber man kann vorbeugend einige Gefahren aus dem Weg räumen und einschränken.
Außerdem wird man spätestens beim Zweiten wesentlich gelassener, da man sonst nicht mehr hinterherkommt.

Wenn bei Dir noch nie etwas passiert ist, schätze Dich glücklich, denn selbstverständlich ist es nicht.

So ihr Lieben, ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende,
bleibt gesund und munter
lieben Gruß Heike