bastelelch
Poetisch veranlagte,dem Häkelwahn verfallene,praktisch denkende Mosaixxe & Mama
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« Antwort #90 am: Dienstag, 22. September. 2009, 17:01:54 pm » |
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Wann genau ich wieder zurück in den Beruf will, weiß ich noch nicht, da ich auch nicht weiß, wie lange es dauert, bis wir die Familie weiter vergrößern. Wir freuen uns jetzt erstmal auf unser erstes Kind und ich habe 2 Jahre Elternzeit angesetzt und mit dem dritten Jahr nochmal gewartet. Bis dahin müssen wir einfach abwarten, was sich ergibt. Da es für mich nicht einfach war, schwanger zu werden, will ich mich da noch nicht so weit aus dem Fenster lehnen, was das Thema betrifft. Verrückt machen lassen will ich mich auch nicht mehr, sondern das nächste Mal werde ich genauer hinschauen, was um mich herum geschieht und ob es möglich ist, einfach nur die Arbeit einer Erzieherin zu verrichten oder nicht (ich muss dazu sagen, dass ich nicht die Absicht habe, in diesem Beruf eine leitende Position zu beziehen, alles nur das nicht!!). Die Probezeit, die man am Anfang hat, dient ja zum Glück nicht nur dem Arbeitgeber.  Bei unserem Träger war es immer etwas sparsam mit den Interessen an den Kindergärten. Der Träger besteht halt noch aus anderen sozialen Einrichtungen (Altenheim, sozialer Fahrdienst, Obdachlosenbetreuung...), die stets wichtiger waren, so kam es jedenfalls immer rüber. Und ich fands auch immer sehr panne, dass man uns Erzieherinnen behandelt hat wie Deppen! Wir hatten keine Nummer bei solchen Betriebsvollversammlungen. Wir sind da immer die kleinsten Fische. Aber wenn man sich mal überlegt, was wäre, wenn sich alle Erzieherinnen mal geschlossen krankschreiben lassen würden...nicht auszudenken, macht auch eh keiner, richtig. Aber vielleicht würden dann unsere Was-zu-sagen-haber mal wach gerüttelt werden, was sie eigentlich an uns haben. In unserer Kita arbeiten wirklich qualifizierte Leute, die niemals die Chance haben, sich in ihrem Beruf zu entfalten und das ist traurig. Und leider wird das sicher nicht die einzige Einrichtung sein, wo es so abgeht. Selbst die Leute vom Betriebsrat ist kein Verlass. Deshalb - ich möchte jetzt erstmal mein Kind bekommen und mir über diese Sache keine Gedanken mehr machen. Ich höre ja immer mal was von Kolleginnen, die mich anrufen. Und was die mir erzählen, ist gerade krass genug - aber trotz allem jetzt erstmal nicht mehr mein Problem. Gott sein Dank!!! LG
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bastelelch
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« Antwort #92 am: Donnerstag, 24. September. 2009, 13:01:10 pm » |
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Hallo bastelelch! Wann hast Du den Entbindungstermin? Habe erst jezt durch von deiner Schwangerschaft erfahren!
Hab in 2 Wochen Termin. Auf Seite 1 im Kugelzeitthread kannst du das übrigens nachlesen, wer wann Termin hat.  Tja, das Bild der Erieherin ist wahrhaftig nicht immer toll in den Köpfen der Gesellschaft (und das betrifft auch viele Eltern). Aber wenn es die Erzieherinnen nicht gäb, wären viele Leute aufgeschmissen und völlig entnervt von ihren Kindern - deshalb lach ich über so negative Meinungen nur. Was wären sie denn ohne uns?? Ich hab ja in einem sozialen Brennpunktkiga gearbeitet. Eine Kollegin meinte mal zu mir: "Was würde wohl passieren, wenn der Kindergarten über Nacht abbrennen würde?" Ich meinte nur: "Dann würden 119 Kinder ihr zu Hause verlieren." Schlimm, aber genau so ist es.  Von mir aus lass ich mich als Kaffeetante, Basteltante etc. betiteln, aber wehe, die Kaffeetante fällt mal aus, weil sie krank ist und alles steht Kopf, weil der Personalschlüssel eh schon knapp ist - dann sind alle froh, wenn sie ihr Kaffeetantchen wieder haben!! Ach, was solls...  Es soll mein Problem jetzt nicht sein.
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bastelelch
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« Antwort #94 am: Freitag, 25. September. 2009, 15:52:02 pm » |
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Ja, so langsam steigt die Nervosität!  Aber wir freuen uns auch drauf und sind schrecklich neugierig, wie der Zwerg wohl aussieht.  Jaja, unser Job..nicht immer ein Zuckerschlecken, aber wie gesagt: Wen interessiert das schon ausser unsere Berufssparte selbst?  Was mich auch gerade so aufregt..der große Aufschrei nach Krabbelplätzen!! Leute, kriegt Kinder und gebt sie aber bitte spätestens mit einem Jahr ab! Sauber, echt!!  Vielleicht gibts ja auch noch Leute, die ihre Kinder wenigstens bis zum dritten Lebensjahr selbst erziehen wollen. Früher gings doch auch!! Hier in unserem Gebiet bauen momentan sämtliche Kindergärten an, um Raum für Krabbelgruppen zu schaffen. Wo soll denn das bitte noch hinführen? Ich halt davon nix. Das Model Familie stirbt doch aus, wenn das so weitergeht. Ich hab ja selbst in einer Krabbelgruppe gearbeitet und erlebt, was das manchmal mit so kleinen Kindern macht, so früh abgegeben zu werden (und die meisten Eltern saßen arbeitslos zu Hause!!!). Ich will das für mein Kind nicht, soviel ist sicher. Das manchen nichts anderes übrig bleibt, ist mir auch klar, aber was haben diese Leute denn früher gemacht? Da gabs das auch nicht und da hieß es entweder oder. Heute habens die Eltern doch leicht. Dank Ganztagsbetreuung in Kiga und Schule müssen sie noch nicht mal mehr die Hausaufgaben mit ihren Kindern erledigen. Es muss lediglich einmal am Tag noch was zu Essen auf den Tisch, alles andere übernehmen Lehrer, Erzieher und sonstige Pädagogen. Wissen die Kinder in 10 Jahren noch, was der Begriff "Familie" bedeutet? Meiner Meinung nach muss dieses Wort schon lange neu erörtert werden...  Ich reg mich schon wieder auf, sorry...  Ich finde aber, dass das hier gerade alles in keine gute Richtung verläuft und man muss als Erzieherin wirklich überlegen, ob man das alles mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Ganz ehrlich? Ich konnts nicht immer, mir haben viele Kinder einfach nur leid getan. Haben wir nicht in der Ausbildung gelernt, wie wichtig gerade die ersten drei Jahre eines Kindes mit Eltern bzw Mutter sind? Und jetzt läuft alles in eine völlig gegensätzliche Richtung - hauptsache, die Kasse klingelt und die Eltern sind von ihren eigentlichen Aufgaben als Eltern "entlastet" (oder befreit?). Warum dann Kinder? Und warum bekommen immer die Leute Kinder, die besser keine bekommen sollten? Ums nochmal zu verdeutlichen: mein Frust richtet sich hauptsächlich gegen Eltern, die nicht arbeiten gegangen sind (wozu auch?? Der Staat füttert ja alle durch), ein Kind nach dem anderen kriegen, mit keinem einzigen zurecht kommen, die Schuld dem Kindergarten geben, dem Staat auf der Tasche liegen und dann die Erzieherinnen als Kaffeetanten betiteln. Sorry, aber da hörts echt auf. Thema Super Nanny: Ich hatte Mütter im Gespräch, die mir auch einen von der Super Nanny (..."aber die Super Nanny im Fernsehen, die macht das so und so...") erzählen wollten, woraufhin ich irgendwann mal beschlossen hatte, dass ich mir das mal anschauen muss. Und in dieser Serie findet man unser Klientel wirklich wieder.  Jedenfalls, wenn man dann die Leute in so einem Gespräch mal mit sich selbst konfrontiert und sagt: "Wissen Sie denn auch, WARUM die Super Nanny das so macht?", da haben die wenigsten antworten können. Die gucken sich das an, aber irgendwie ohne den Hintergrund zu erkennen bzw. die Notwendigkeit zu verstehen, die da nötig ist. "Das Kind in der Familie da ist schlimm, deshalb ist die Super Nanny da." Warum ist das Kind denn schlimm? "Weils seine Eltern beschimpft und sie auch schlägt." Und was machen die Eltern so? "...Ja, nichts...!" Eben....  Oh Mann, das hält man irgendwann im Kopp net mehr aus, ehrlich!!!Glaubst du, solche Eltern würden einmal hinterfragen, was sie denn den ganzen Tag machen? Nö, warum auch, wenn, dann ist das Kind Schuld, schließlich ist es laut, frech und nervig. Es kann sich nicht beschäftigen, macht alles kaputt und schlafen gehen wills am Abend auch nicht. Komisch....so ein böses Kind!! Das war jetzt wieder ein Roman, sorry, aber das Thema insgesamt regt mich echt auf, da könnte ich Bücher drüber schreiben...
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Socks
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« Antwort #95 am: Dienstag, 29. September. 2009, 11:23:53 am » |
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Hallo Großer und kleiner Elch! Es sind bekanntlich immer die anderen an allem schuld nur man selber nicht. Ist immer einfacher den dreck bei anderen vor der Haustüre aufzuwirbeln als bei einem selber. Ich hatte auch viele Eltern, die genau das Gegenteil waren. Die haben sich stundenlang mit ihren Kindern beschäftigt und auch andauernd alles erklärt (sozusagen durchdiskutiert) und ihre Kinder jeden Tag in einen anderen Kurs geschleppt! Ich bin ja nicht dagegen, wenn Kiner Kurse besuchen und Vereine finde ich auch nicht schlecht aber ich hatte ein Kind, welches am Montag Nachmittag Flöte hatte, am Dienstagvormittag schwimmen hatte, am Mittwoch Tanzen und am Donnerstag Judo! Ich glaube sogar am Freitag frei! Es ist halt nicht immer leicht! Aber ien gesunde Mischung machts halt! Bin mal gespannt, wie ich das so mit meinen Kindern mache! Jedenfalls waren meine Geschwister und ich früher viel mit Freunden und so unterwegs! Wir waren im Wald und haben Hütten gebaut, hatten eine Mädchenbande, haben viel Bewegung gehabt und waren auch mal froh, wenn Mama und Papa nicht immer alles mitgekriegt haben! Ich weiß noch, dass ich oft aussah wie ein kleines Schweinchen aber ich hatte hat andere Interssen als Kind als aug meien Kleidung zu schauen! Wichtig fand ich außerdem, dass ich bis heute noch für meine Eltern das wichtigste und natürlich auch meien Geschwister in ihrem Leben war! Ich denke das dies sehr viel ausmacht! Wir waren auch nicht im Urlaub jedes jahr aber ich durfte andere Dinge mit meinen Eltern machen, die den heutigen kindern als selbstverständlich vorkommen! Meine Eltern nahmen sich zeit für mich und gaben mir neben Grenzen auch Flügeln (Mensch werde ich nun poetisch). Hoffe es geht dir und deinem Mitbewohner soweit gut! Gruß Socks
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alex73
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« Antwort #96 am: Donnerstag, 01. Oktober. 2009, 14:24:16 pm » |
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Ja, so langsam steigt die Nervosität!  Aber wir freuen uns auch drauf und sind schrecklich neugierig, wie der Zwerg wohl aussieht. 
Jaja, unser Job..nicht immer ein Zuckerschlecken, aber wie gesagt: Wen interessiert das schon ausser unsere Berufssparte selbst? 
Was mich auch gerade so aufregt..der große Aufschrei nach Krabbelplätzen!! Leute, kriegt Kinder und gebt sie aber bitte spätestens mit einem Jahr ab! Sauber, echt!! Vielleicht gibts ja auch noch Leute, die ihre Kinder wenigstens bis zum dritten Lebensjahr selbst erziehen wollen. Früher gings doch auch!! Hier in unserem Gebiet bauen momentan sämtliche Kindergärten an, um Raum für Krabbelgruppen zu schaffen. Wo soll denn das bitte noch hinführen? Ich halt davon nix. Das Model Familie stirbt doch aus, wenn das so weitergeht. Ich hab ja selbst in einer Krabbelgruppe gearbeitet und erlebt, was das manchmal mit so kleinen Kindern macht, so früh abgegeben zu werden (und die meisten Eltern saßen arbeitslos zu Hause!!!). Ich will das für mein Kind nicht, soviel ist sicher. Das manchen nichts anderes übrig bleibt, ist mir auch klar, aber was haben diese Leute denn früher gemacht? Da gabs das auch nicht und da hieß es entweder oder. Heute habens die Eltern doch leicht. Dank Ganztagsbetreuung in Kiga und Schule üssen sie noch nicht mal mehr die Hausaufgaben mit ihren Kindern erledigen. Es muss lediglich einmal am Tag noch was zu Essen auf den Tisch, alles andere übernehmen Lehrer, Erzieher und sonstige Pädagogen. Wissen die Kinder in 10 Jahren noch, was der Begriff "Familie" bedeutet? Meiner Meinung nach muss dieses Wort schon lange neu erörtert werden...  Ich reg mich schon wieder auf, sorry... 
Ich finde aber, dass das hier gerade alles in keine gute Richtung verläuft und man muss als Erzieherin wirklich überlegen, ob man das alles mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Ganz ehrlich? Ich konnts nicht immer, mir haben viele Kinder einfach nur leid getan. Haben wir nicht in der Ausbildung gelernt, wie wichtig gerade die ersten drei Jahre eines Kindes mit Eltern bzw Mutter sind? Und jetzt läuft alles in eine völlig gegensätzliche Richtung - hauptsache, die Kasse klingelt und die Eltern sind von ihren eigentlichen Aufgaben als Eltern "entlastet" (oder befreit?). Warum dann Kinder? Und warum bekommen immer die Leute Kinder, die besser keine bekommen sollten? Ums nochmal zu verdeutlichen: mein Frust richtet sich hauptsächlich gegen Eltern, die nicht arbeiten gegangen sind (wozu auch?? Der Staat füttert ja alle durch), ein Kind nach dem anderen kriegen, mit keinem einzigen zurecht kommen, die Schuld dem Kindergarten geben, dem Staat auf der Tasche liegen und dann die Erzieherinnen als Kaffeetanten betiteln. Sorry, aber da hörts echt auf.
Thema Super Nanny: Ich hatte ütter im Gespräch, die mir auch einen von der Super Nanny (..."aber die Super Nanny im Fernsehen, die macht das so und so...") erzählen wollten, woraufhin ich irgendwann mal beschlossen hatte, dass ich mir das mal anschauen muss. Und in dieser Serie findet man unser Klientel wirklich wieder.  Jedenfalls, wenn man dann die Leute in so einem Gespräch mal mit sich selbst konfrontiert und sagt: "Wissen Sie denn auch, WARUM die Super Nanny das so macht?", da haben die wenigsten antworten können. Die gucken sich das an, aber irgendwie ohne den Hintergrund zu erkennen bzw. die Notwendigkeit zu verstehen, die da nötig ist. "Das Kind in der Familie da ist schlimm, deshalb ist die Super Nanny da." Warum ist das Kind denn schlimm? "Weils seine Eltern beschimpft und sie auch schlägt." Und was machen die Eltern so? "...Ja, nichts...!" Eben.... Oh Mann, das hält man irgendwann im Kopp net mehr aus, ehrlich!!!Glaubst du, solche Eltern würden einmal hinterfragen, was sie denn den ganzen Tag machen? Nö, warum auch, wenn, dann ist das Kind Schuld, schließlich ist es laut, frech und nervig. Es kann sich nicht beschäftigen, macht alles kaputt und schlafen gehen wills am Abend auch nicht. Komisch....so ein böses Kind!!
Das war jetzt wieder ein Roman, sorry, aber das Thema insgesamt regt mich echt auf, da könnte ich Bücher drüber schreiben...
Huhu elchi,
habe Deinen interessanten Beitrag erst jetzt gelesen, da ich im Moment nicht sooft da bin. Du dasgst genau das aus, was ich auch denke. Ich gehöre ja nun auch zu der aussterbenden Rasse der Vollzeitmütter, hier bei uns gibt es zwar noch welche, aber sehr selten. Manche behandeln mich auch eher mitleidig, weil ich "Arme" ja nur meine Kinder habe.....Halllooo, ich habe mir das ausgesucht und mache das gerne, GsD sind mein Mann und ich in der glücklichen Lage uns das finanziell leisten zu können. Meine Elternzeit endet nächstes Jahr im mai, ich werde jedoch nicht in meinen Beruf zurückkehren, da mir das alles zu viel wird und Männe beruflich total eingespannt ist. Vielleicht suche ich mir zu einem späteren Zeitpunkt wieder was, im Moment hat meine Familie einfach Vorrang!
LG alex
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bastelelch
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« Antwort #97 am: Donnerstag, 01. Oktober. 2009, 15:44:18 pm » |
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@ alex
Deine Einstellung als Mama kann ich nur befürworten, solche Mütter sollte es öfter geben!!! Und es beruhigt mich echt, dass es noch Leute gibt, die auch so denken wie ich.
Meine Meinung ist halt auch:
Wenn ich Kinder habe, dann liegt es in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass mein Kind soziale Kontakte zu anderen Kindern bekommt. Dafür muss ich es aber nicht von morgens bis abends von Montag bis Freitag abgeben und schon gar nicht, wenn ich zu Hause bin! Es gibt andere Möglichkeiten, Kinder mit Kindern zusammen zu bringen.
Es ist genau wie du sagst: Man hat es sich ja ausgesucht. Also..wir zumindest. Wir wollen unser Kind, ihr wolltet eure Kinder auch. Warum soll ich dann auch nicht selbst dafür sorgen? Ich bekomme doch kein Kind, damit es von anderen Leuten erzogen wird, damit mir andere Menschen erzählen: "Hey übrigens, dein Kind hat heute die ersten Schritte gemacht!" Boah, ich glaub, ich würde verrückt werden!!
Ich frag mich halt, ob bei diesem Aufschrei nach Krabbelplätzen auch mal an die Kinder gedacht wird, wie es denen geht, wenn sie so frühzeitig (teilweise schon als Säugling) abgegeben bzw. "wegorganisiert" werden. Jeder sollte wissen, wie wichtig die ersten 3 Jahre eines Kindes sind. Hauptsache, die Eltern bzw. gerade die Mütter können Karriere machen. Ist das aber der Sinn des Kinder kriegens? Ich kann das mit meinem Erzieherinnengewissen NICHT vereinbaren und möchte in eine Krabbelgruppe auch nicht mehr arbeiten. Ich möchte das einfach nicht unterstützen. Aber uns Leute aus der Praxis fragt ja keiner. Hauptsache, die Kasse klingelt.
Wissen die Kinder später noch, was "Familie" ist? Können Kinder, die in Krabbelgruppen untergebracht werden, noch Urvertrauen, das so lebenswichtig ist, aufbauen? Auf Dauer kann ich mir nicht vorstellen, dass das gut geht.
Ich weiß, es ist ein Reizthema, aber ich stehe zu meiner Meinung und weiß, dass wir es als Eltern anders machen werden und wollen. Unser Kind soll wissen, dass es seine Wurzeln bei uns hat und nicht in irgendeinem Kindergarten. Wir sind seine Familie und nicht die ErzieherInnen. Bei uns ist es zu Hause und das nicht nur am Wochenende.
LG
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alex73
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« Antwort #98 am: Donnerstag, 01. Oktober. 2009, 20:44:50 pm » |
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Huhu,
mußte gerade bei Deiner Antwort ein bißchen lächeln, ich vertrete ja dieselbe Meinung. Allerdings kommt es ja noch doller, bei meiner großen Tochter ist es jetzt schon so, da werden die Kinder sogar am WE noch wegorganisiert , da fehlen mir dann wirklich die Worte....
Mein Mann ist die Woche über wirklich wenig zu Hause, oft schaffen wir gerade mal alle zusammen Abendbrot zu essen, dafür verdient er aber so gut, daß ich zu Hause bleiben kann. Das bedeutet aber auch, daß das WE der Familie gehört, mein Mann macht meist Sa+So vormittag etwas alleine mit den Kids (ich mache dann HH oder nehme mir mal Zeit zum Basteln ), aber die Nachmittage verbringen wir halt alle 5 gemeinsam bei irgendwelchen Unternehmungen.
Neulich war eine "Freundin" meiner Tochter bei uns und wollte unbedingt am WE wiederkommen...die Mutter meinte, das müßten wir entscheiden, ich sagte dann, daß wir das nicht so gut finden, da wir halt gerne mal alle was zusammenmachen. Antwort Mutter: " Ahhh, en Famille", natürlich mit leicht ironischem Unterton .
Besagtes Kind wird auch gerne mal 45 min später abgeholt, oder man darf die Eltern in deren Straße bei Nachbarn suchen um das Kind zurückzugeben....
Ach ja, die Eltern sind promovierte Ärzte!!!!!!!!
Ach ich könnte seitenweise schreiben, es ist halt traurig wie manche Kinder behandelt werden....
Ich denke an Dich und Dein Krümelchen
LG alex
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