Leider stelle ich auch immer wieder fest, was für ein schlechtes Image diese Berufssparte hat.

Man gilt ja immer sofort als Kaffeetante, wenn man sagt, was man für einen Beruf hat und wird dahingestellt, als ob man sein Geld mit Kaffee trinken verdient. Das ist sehr traurig, denn gerade die Leute, die das behaupten, sind meist auch irgendwann mal auf einen Kindergarten angewiesen...

Und an die Verantwortung, die man als Erzieherin hat, denkt auch niemand, der es nicht selbst erlebt hat. Eine Erzieherin auf 25 Kinder, von denen fast alle ihre Auffälligkeiten haben - das ist mit Sicherheit kein Zuckerschlecken und ich weiß, dass keiner aus meinem Bekanntenkreis mit mir tauschen will. Nur zugeben tut das keiner, da wird man eher noch belächelt.
Die negativen Seiten werden leider immer mehr, dabei tue ich meinen Job ja auch gerne. Ich mag unsere Kinder allesamt und vermisse sie, wenn ich eine Wo krank bin oder Urlaub habe. Sicher geben sie einem viel zurück, gar keine Frage. Und das Kinder manchmal auch anstrengend sind, muss man nicht unter den Tisch kehren, das weiß jeder.
Dass es auch Kinder gibt, die man nicht so gerne mag, finde ich auch normal, denn man mag ja auch nicht jeden Erwachsenen, dafür sind wir Menschen und einfach so gemacht, dass wir Abneigung und Zuneigung empfinden. Nur darf man es eben nicht raushängen lassen, auch ein Kind, dass man nicht so mag, sollte eine Chance bekommen.
Ich hab momentan eine wirklich schöne Gruppe und kann sagen, dass ich mich Freitags schon auf Montag freue. Und das war nicht immer so, ich bin froh, dass es besser geworden ist. Ich habe viele negative Erfahrungen machen müssen, allerdings hat das nichts mit den Kindern zu tun, sondern mit meinem Arbeitgeber...

Aber das ist ein anderes Thema.
LG, bastelelch