Ich habe erst in einem Kindergarten gearbeitet, wo auch behinderte Kinder mit in der Gruppe waren, also 15 Kinder ohne und 5 Kinder mit Behinderung. Das war ein Traumjob, die Arbeit dort machte mir riesig viel Spaß.
Nach einem Jahr bot mir die Einrichtung, in der ich auch mein Anerkennungsjahr machte, einen festen Vertrag an, dort wurde eine Krabbelgruppe neu eröffnet. Und in der bin ich jetzt immer noch, schon seit Herbst 2005. Die Arbeit in der Krabbelgruppe ist nicht gerade das, was ich immer machen wollte, aber macht auch Spaß. Das Klientel, in dem ich arbeite, ist leider sehr schwierig, es gibt in meiner Einrichtung viele Misshandlungsfälle oder auch Kinder, die von akuter Verwahrlosung bedroht sind. In vielen Familien arbeitet das JA mit uns zusammen. Es ist schon hart an manchen Tagen und auch nicht immer schön.
Mein Job in dieser Einrichtung kostet mich viel Kraft, denn unsere Leitung ist eine Katastrophe und der Arbeitgeber (den ich hier nicht nennen werde) ist nicht wirklich das, was er sein möchte...kurz und gut: vieles wird heißer gekocht, als es gegessen wird.
Aber unsere Kinder in der Krabbelgruppe (im Alter von 12 Monaten bis 3 Jahre) sind echt richtige Herzchen, nachdem wir auch schon mehrere "Härtefälle" hatten, die echt anstregend waren, die mittlerweile aber schon im Kindergarten sind.
Ansonsten kann ich nur sagen: schöner Job, aber leider stets unterbesetzt und unterbezahlt. Sprich zu wenig Personal, zu hohe Ansprüche, zu große Verantwortung, zu wenig Lohn. Wem gehts ähnlich?!

LG
Edit: Bin 26, 2004 mit der Ausbildung fertig geworden, war dann 3 Monate Arbeitslos und hab 30 Blindbewerbungen geschrieben, weil es keine Stellenausschreibungen gab. Hatte dann 28 Absagen und 2 Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch, wobei eine Kita sofort zusagte, dort wars echt toll!! Da, wo ich jetzt bin...wie gesagt. Arbeite aber gerne mit Kindern, war nie in einem Jugendheim oder so, bin den Kindergärten immer treu geblieben.