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ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #90 am: Montag, 11. Februar. 2008, 23:17:48 »


Manches können sie nicht und manchmal wollen sie nicht hören

Ach ja, finde es super das immer wieder hier im Thread geschrieben wird
creadoo
« Antworten #90 am: Montag, 11. Februar. 2008, 23:17:48 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #91 am: Dienstag, 12. Februar. 2008, 07:27:52 »

Andrea, danke, dass du diesen Thread aufgemacht hast und mich letzten Samstag informiertest. Ich fühl mich sauwohl bei euch 
Schön, wie man aufgenommen wurde. Danke an alle kuss
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Liebe Grüsse Cella


creadoo
« Antworten #91 am: Dienstag, 12. Februar. 2008, 07:27:52 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #92 am: Dienstag, 12. Februar. 2008, 08:25:07 »

Moin moin,

@cella

Freue mich auch das ich hier schreiben kann und auch von so einigen auch verstanden werde icon_wink
Habe diesen Thread unter anderem auch eröffnet damit auch nicht "Betroffene" mal mit lesen können und einigermassen verstehen wie es uns ergeht.
In unserem Freundeskreis habe viele Verständnis und hören uns zu. Wir sind auch ehrenamtlich dabei ein Schullandheim
auf Stand zu halten. Da ist auch jemand dabei der uns extra spät angerufen hat und mit uns gesprochen hat ob wir wirklich das Medi geben wollen. Er hat ja auch schon soviel gehört über die Medis icon_rolleyes
Muss aber auch sagen das er jetzt unser bester Kritiger ist. Wer kann Lea besser beurteilen als ein gegner des Medikaments
Er kennt Lea seid sie 2 Jahre ist und kann nur posetives über ihr Verhalten sagen icon_wink


Andrea
creadoo
« Antworten #92 am: Dienstag, 12. Februar. 2008, 08:25:07 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #93 am: Mittwoch, 13. Februar. 2008, 07:40:51 »

Jetzt möchte ich auch mal was tolles schreiben. Ich habe gestern noch mit der einen Lehrerin von Aaron telefoniert, weil Aaron mir erzählte, dass der eine Junge mit ihm, im Auftrag von Aarons Lehrerin, reden müsste. Aaron hatte keine Lust und sagte auch, dass es für ihn nichts mehr zu reden gäbe.
Im Telefongespräch hatte die Lehrerin mir erklärt, dass sich am MO eine Gelegenheit ergeben hätte und sie nicht akzeptiere, dass ein Kind sich nicht mehr in die Schule traue und auch nicht mehr nach Hause traue. Und überhaupt sei Aaron ein liebes Kind, das sehr viel wisse und auch eines mit dem man gut reden könne. Der Freund von diesem Junge hat das sogar dann bestätigt. Ihr wäre einfach daran gelegen, dass man sich gegenseitig akzeptieren könne.

Auch hat Aaron ein neues Schulmäppchen am MO gekriegt und gestern schon einem Kind was daraus entlehnt. Was die Lehrerin mit Stolz erfüllte.

Ich sage euch, nach diesem Gespräch war ich wieder total aufgestellt und zufrieden. Es ist immer wieder schön, wenn man solche Sachen zu hören kriegt.
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Liebe Grüsse Cella


creadoo
« Antworten #93 am: Mittwoch, 13. Februar. 2008, 07:40:51 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #94 am: Mittwoch, 13. Februar. 2008, 08:21:04 »

Hallo,

ja solche Erlebnisse tun gut! Wünsche euch noch viele davon!

lg
hexep
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creadoo
« Antworten #94 am: Mittwoch, 13. Februar. 2008, 08:21:04 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #95 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 18:37:09 »

Hallo zusammen,
ich muss schon sagen was ich hier so lese ist schon ziemlich interessant. Es ist doch sehr hilfreich, dass man nicht als einzige Mutter mit derartigen Problemen zu kämpfen hat.
Zuerst aber zu unserem Leidensweg (Achtung das wird lang):
1. Klasse: unser Sohn (heute 9) bekam schon früh von der damaligen Lehrerin den Stempel ADS/ADHS (sie hat es tatsächlich ins Zeugnis geschrieben: Verdacht auf ADS/ADHS wurde Eltern mitgeteilt). Sie sagte sie wüsste wovon sie spricht, denn ihr Sohn hatte (!) das auch. Wir rannten zum Kinderarzt, der nichts feststellen konnte, zudem meinte er das Kind ist zu jung eingeschult worden und manche Lehrer stempeln grundsätzlich jedes Kind mit dem sie nicht klarkommen mit ADS/ADHS ab. Weil ich aber so hartnäckig blieb verschrieb er uns 30 Stunden Ergotherapie, wo unser Junior sich auch super anstellte. Kurz vor Ende der 1. Klasse wollten wir ein Gespräch mit der Lehrerin um zu hören ob sich was getan hatte. Sie sagte zu, verschob aber Minuten vorher den Termin auf 2 Stunden später, so dass nur noch mein gutmütiger Göttergatte hinkonnte weil ich ins Geschäft musste. Ich wollte einen anderen Termin vereinbaren, aber sie winkte ab, es sei doch nur eine Vorschau auf das kommende Jahr. Bei dem Gespräch war auch die künftige Lehrerin meines Sohnes anwesend. Und dann kam es ganz dicke: Die Klassenlehrerin lies kein Haar an unserem Sohn, er sei aggressiv, es mangle ihm an sozialer Kompetenz, er kommt im Unterricht nicht mit und lenkt alle anderen ab usw...
Ich war außer mir die Lehrerin der 2. Klasse hatte ein vorgefertigtes Urteil über meinen Sohn, und ich konnte nichts dagegen unternehmen.
2. Klasse: Es ging alles mit dem Elternabend los, bei dem der Konrektor meinte er müsse das Problem meines Sohnes zum Schulproblem erklären und es mitten im Elternabend ansprechen. Gerechterweise muss ich zugeben, dass er nicht nur meinen Sohn erwähnte sondern auch 2 andere, aber das Kind war schon in den Brunnen gefallen. Manche Eltern schienen nur darauf zu warten, so etwas zu hören und verboten ihren Kindern mit meinem Sohn zu spielen oder gar mit ihm zu reden. Es wurde hart, da er fortan kaum noch Spielkameraden fand, deshalb fing er an die anderen zu ärgern. Manch einer würde sagen ein typisches ADS/ADHS Bild, im Nachhinein muss ich aber einräumen, wer würde nicht zum Spielverderber werden, wenn ein anderes Kind im sagt: "meine Mama sagt ich soll nicht mit dir spielen du bist nämlich plemplem". Hinzu kam dass in der 2. Klasse dieses so genannte Klassenmischsystem als Pilotprojekt gestartet wurde und nun die Klasse zur Hälfte aus Erst- und zur anderen Hälfte aus Zweitklässlern bestand. Die Lehrerin war (laut Aussage von mindestens 18 anderen Eltern) heillos überfordert. Sie pickte sich die besten raus, arbeitete mit denen, und überließ den Rest der Klasse sich selbst. Ich wurde panisch, weil die Situation auch zu hause anfing zu eskalieren. Ich rannte zum Jugendamt und nach ein paar Gesprächen dort, wurde uns eine Familientherapie genehmigt. Wir bekamen nun 1x wöchentlich Besuch von 2 Therapeuten, die uns helfen sollten, die Situation zu hause in den Griff zu bekommen. Ich will es nicht länger machen als nötig: Bei etwa 80% der von uns angesprochenen Dinge wo wir glaubten als Eltern zu versagen, stellte sich heraus, dass wir es genau richtig machen. Manche Kinder brauchten mehr Strenge, manche Dinge sind nun mal nicht verhandelbar, etc- Die restlichen 20% bewegten sich im Raum, finden sie wieder positive Zeit mit dem Kind, lassen sie das negative aus der Schule nicht übergreifen (leichter gesagt als getan), unternehmen sie mehr mit dem Kind, damit es sich geborgen und geliebt fühlt. Gegen Ende des 2. Schuljahres ging ich erneut auf die Lehrerin zu und suchte das Gespräch. (Welch ein Glück) Es stellte sich heraus, dass sie doch tatsächlich die Empfehlung für die Sonderschule ins Zeugnis schreiben wollte, weil die normale Schule nicht der richtige Weg für unseren Sohn sei. Ich war geschockt und stinkwütend. Ich erzählte den Familientherapeuten davon und wie sehr es mich ärgerte, doch die empfahlen mir die Flucht nach vorn. "Lassen sie einen Test machen, wenn er negativ ausfällt, haben sie was schwarz auf weiß um es der Lehrerin vor die Nase zu halten, wenn nicht..." Wir ließen den Test machen. Ergebnis: Leistungen überdurchschnittlich, keine Anhaltspunkte für soziale oder sonstige Inkompetenz! Der Lehrerin war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sogar der Fachmann der den Test durchführte merkte es und meinte zu ihr "es tut ihm Leid"  icon_question Konfus
3. Klasse: Die Lehrerin schien recht aufgeschlossen, versuchte ihr Bestes, was jedoch ziemlich schwierig war. In der Klasse gab es mindestens noch 4 weitere Problemkinder, und es stellte sich heraus dass die Klasse mindestens ein halbes Jahr mit dem Stoff zurückliegt. Mittlerweile hatten wir eine Kinderpsychologin konsultiert, da die Familientherapie beendet wurde. Nach einem Jahr konnten sie nichts mehr für uns tun, denn zu hause gab es keine Probleme, nur in der Schule, weshalb sie uns auch empfahlen unseren Sohn mal checken zu lassen. Die Kinderpsychologin machte ein EEG, einen IQ Test, einen Verhaltenstest, einen Angsttest, verschiedenen Gespräche mit unserem Sohn, dann mit uns, dann mit uns 3 gleichzeitig. Ergebnis: EEG ohne Befund, IQ 123 überdurchschnittlich mit Tendenz zur Hochbegabung (die Psychologin war der Meinung dass er sich bei einigen Fragen dümmer stellte als er tatsächlich sei), Verhaltenstest unauffällig, Angsttest unauffällig. Aus den Gesprächen erschloss sie dass er sehr motiviert sei und einen Hang zum Perfektionismus hatte, was mitunter dazu führte dass er schnell frustriert war, wenn er etwas nicht gleich perfekt konnte. Alles in allem keinerlei Anzeichen für ADS/ADHS. Wir bekamen auch den berühmt berüchtigten Fragebogen für die Lehrerin mit, und ich verstehe warum hier so viele nichts davon halten. Die Lehrerin kannte offenbar den Bogen und wusste dass wenn sie ein paar Häkchen mehr in die Spalte 'sehr häufig' setzte das Kind als ADS/ADHSler gelten würde und evtl mit Medikamenten ruhig gestellt würde. Ich kann ihr noch nicht mal böse sein, sie hatte es nicht leicht. Eine Klasse die ein halbes Jahr hinterhinkte, 4 andere Problemschüler bei denen die Eltern gar nicht auf die Idee kamen nach Lösungen zu suchen und die Möglichkeit wenigstens 1 Problemkind außer Gefecht zu setzen.
Mit gemischten Gefühlen nahm ich das alles auf. Einerseits war ich erleichtert, mein Sohn hat doch kein ADS/ADHS, aber dann war ja immer noch die Schule. Seine Leistungen wurden immer schlechter. Inzwischen war er nicht nur bei den Schülern der Buhmann, nein sogar einige Lehrer fanden in ihm den perfekten Sündenbock. Das ging soweit, dass eine Lehrerin ihn beschuldigte während der Pause Kaugummis aus ihrer Tasche geklaut zu haben, die sie bei einer anderen Schülerin gefunden hatte. Und das nur auf die Behauptung eben dieser erwischten Schülerin. Während unser Sohn unter Tränen versicherte dass er die ganze Pause in einem anderen Stockwerk im Musikzimmer mit zwei Mädels für eine Aufführung probte, versammelte sich die halbe Schule um das Spektakel mitzukriegen. Die Lehrerin behauptete stur er sei es gewesen, denn jemand anderes käme da gar nicht in Frage. Erst als die zwei Mädels sich endlich zu Wort melden "durften" (die Lehrerin wollte vorher nichts von den Zeugen hören und beschuldigte unseren Sohn das alles erfunden zu haben, als Ausrede) ging die Lehrerin von dannen. Sie entschuldigte sich nicht. Unser Sohn blieb in der Mitte der Sporthalle stehen, umringt von der halben Schule die ihn alle so ansahen, als hätte er soeben einen Mord begangen (das war die Aussage einer Nachbarin, die zufällig dort war, mir das ganze aber erst ein halbes Jahr später erzählte).  Bumm
Ich erfuhr von alledem erstmal gar nicht. Die Lehrerin hatte keinen Grund, es mir auf die Nase zu binden (welch ein Glück für sie, wahrscheinlich wäre nämlich sonst wirklich ein Mord passiert  Vogelzeigen). Mein Sohn erzählte es seiner Psychologin die mich dazu rief und ihn ermunterte mir das ganze zu erzählen. Als ich ihn fragte warum er das nicht früher tat, gestand er dass er Angst hatte, ich wäre doch eh auf deren Seite und hätte ihm nicht geglaubt. Keiner würde ihm glauben. Er sei immer schuld. Ich war am Boden zerstört, ich wollte meinem Sohn helfen, aber er hat die immer größer werdenden Zweifel in meinen Augen gesehen und konnte mir nicht mehr vertrauen. Ich war fertig mit der Welt. Ich fing an alles zu überdenken, und musste tatsächlich erkennen, dass ich manchmal dem Wort der anderen Kinder mehr Glauben schenkte als seinem. Unbewusst, aber dennoch. Das trieb ihn dazu, mir nichts mehr zu erzählen, Dinge zu verheimlichen, letzten endes sogar zu vertuschen und zu lügen... Ich hab ihn soweit gebracht, weil ich dem Druck aus der Schule nicht standhalten konnte...
4.Klasse: Wieder eine neue Lehrerin.
Wir gehen weiterhin zur Ergo, mittlerweile mit großartigem Erfolg, er schafft es sich über die Dauer einer Doppelstunde zu konzentrieren, schafft jede Aufgabe mit Bravur, ist hochmotiviert und zielstrebig.
Die Kinderpsychologin besuchen wir 1x monatlich. In der Sitzung spricht sie mit ihm über alles mögliche, aber vor allem schüttet er ihr sein Herz aus. Der Konrektor hat unseren Sohn angeblich in ein Schulprojekt gesteckt, dass ihm helfen sollte aus der Buhmannrolle zu entkommen. Bei einer der Sitzungen bei der Psychologin äußerte er sich wohl nicht so positiv über dieses Projekt, wollte aber sonst nichts dazu sagen. Die Psychologin fragte mich nur ich wusste erst recht nicht mehr (das Vertrauen meines Juniors kommt langsam wieder, aber nur langsam und sehr zaghaft). Als wir zu hause waren nahm ich mir den neuen HP zur Hand und köderte meinen Sohn mit einem Kapitel Zauberbuch, nachdem ich ihm vorgelesen hatte, strich ich ihm über die Haare und fing an mit ihm über die Schule zu sprechen und über das Projekt. Ich war entsetzt: Das Projekt bestand u.a. darin dass mein Sohn den Müll vom Schulhof sammeln, umgekippte Mülltonnen wieder aufstellen sollte und dergleichen mehr. Kein Wunder dass er auf den guten Konrektor nicht so gut zu sprechen war-  fies Als die nächste Stunde dieses "Projekts" anstand, ließ ich meinen Sohn zu hause. Siehe da, der gute Mann, ruft doch tatsächlich an, wo unser Junge bliebe. Ich sagte ihm, dass mein Sohn an diesem Projekt nicht mehr teilnehmen würde, zumal wir zu keinem Zeitpunkt gefragt wurden was wir davon halten, noch überhaupt informiert wurden, die Schule entschied wieder mal über unsere Köpfe hinweg. Er war aber der Meinung, unser Sohn müsste uns informieren, was ich entschieden ablehnte. Im übrigen hielt ich nichts von einem Projekt bei dem mein Sohn Müll aufsammeln und umgekippte Tonnen aufrichten müsse. Da kam auch schon der Oberhammer: "Aber ihm tut die körperliche Arbeit gut, er braucht das!!!"  Böse Böse Böse
Fällt euch dazu etwas ein???? Mittlerweile warten wir nur noch darauf dass das Schuljahr endet und er endlich die Schule wechselt, dass es nur die Hauptschule wird, ist mir egal. Wer weiß vielleicht hilft ihm der Neustart und er schafft im Nachhinein den Wechsel auf die Real... Zurzeit warten wir auch noch auf einen Termin bei der psychiatrischen Ambulanz um eine zweite Meinung einzuholen (auf Anraten der Kinderpsychologin) Ich möchte mir später auf keinen Fall vorhalten lassen dass ich etwas versäumt habe, weil ich irgendeine mögliche Therapiemaßnahme nicht wahrgenommen hab. Mein Sohn ist mein Ein und Alles, und er ist zu jung um durch diese Hölle zu gehen. Das war und ist nicht fair. Ich weiß das hört sich jetzt blöd- an aber: Seid froh ihr habt wenigstens eine Diagnose... Wir haben gar nichts, nur die Behauptungen der Schule dass unser Sohn gestört sei, die Gegenmeinung der Ärztin und Ergotherapeutin dass sein Verhalten den Umständen entsprechend "normal" sei, und einen Sohn der droht abzudriften weil er keinen Ausweg mehr findet.
 heul heul heul
Ich drücke allen die Daumen und wünsche denen die einen ähnlichen Leidensweg hinter sich haben dass es besser wird, und allen anderen dass sie von alledem weiterhin verschont bleiben. Alles Gute...

Grüßle, faluta
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creadoo
« Antworten #95 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 18:37:09 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #96 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 19:26:45 »

BOAH BIN ICH SAUER!
Wenn ich sowas lese kocht bei mir alles über und die Sicherungen flattern....

Schule, wenn möglich versucht ihn in Förderstufe zu bringen, hat er eher rinr Chance auf Real. Weiß ja nicht welches Bundesland.
VORSICHT die Schulakte wandert mit!!!! Unbedingt Einsicht verlangen wenn das geht und notfalls Änderungen durchsetzen. Nein, das wird nicht leicht. Beschwerde bei der schlpsychologin über Mobbing seit 1. Schuljahr- wenn möglich Zeugen beischleppen...Schulamt einschalten... BOah bin ich sauer was ihr durchgemacht habt besonders das Kind....

Übrigens nebenbei, ADSler werden nicht ruhiggestellt.

lg
hexep
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creadoo
« Antworten #96 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 19:26:45 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #97 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 20:57:23 »

Hallo,

also wenn ich das so lese könnte ich nur noch durchdrehen Böse
Der Anfang eurer Leidensgeschichte ist sehr ähnlich mit der von uns. Lea hat ADS (Träumer), das ist das Gegenteil von ADHS. Denke mal @HexeP das @Faluta ADHS meint.
Bin mir daher sicher weil Lea vieles jetzt mit Begeisterung macht. Unter anderem ist sie seid letzter Woche Montag wieder in der 1. und sie hat mir gestern mit Begeisterung erzählt was sie schon kann und die anderen noch icht icon_wink Jetzt ist sie nichtmehr das "letzte" weil sie den Stoff nicht mitbekommt.
Und sie darf auch endlich IM Unterricht mitarbeiten und wird nichtmehr ausgeschlosse icon_razz
Im lesen hat sie einen Megaschritt nach vorne gemacht und wir brauchen im Moment erstmal unser Augenmerk nur auf Mathe richten.
Glaube die Lehrerinnen (2) sin ganz OK, die Klassenlehrerin scheint aufgeschlossen zu sein und die Deutschlehrerin ist noch ne Referendarin.

@Faluta
Würde mich auch auf jeden Fall um die Akte in der Schule kümmern, denn das was du geschrieben hast, schreit regelrecht nach dem Schulamt. Egal ob du die Akte sehen kannst oder nicht, damit kein weiteres Kind das erleben muss, würde ich das Schulamt einschalten icon_exclaim icon_exclaim icon_exclaim

Andrea
creadoo
« Antworten #97 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 20:57:23 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #98 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 21:15:07 »

Hallo HexeP,

 Oops Nein, das hast du falsch verstanden. Nicht ich meinte ADS/ADHSler werden ruhig gestellt, dass hat sich die Lehrerin so gedacht... Die Medis sollen ja ADSlern helfen die Blockade im Gehirn zu überwinden, den ADHSlern helfen sie die Geschwindikeit im Gehirn etwas zu drosseln... um es mal so zu formulieren.
Glaub mir ich lasse seit 3 Jahren nichts mehr zum Thema ADS/ADHS, schwer erziehbar, Konzentrationsmangel etc. aus. Ich könnte bald selber ein Buch dazu schreiben...  icon_rolleyes ADS ist definitiv nicht gleich ADHS deshalb habe ich ja auch immer den / dazwischen.
Das Thema Schule: Anwalt gleich eingeschaltet als wir von der Diebstahlanschuldigung erfuhren. Der war gleich auf 180 und konnte nicht abwarten alles zu sammeln um der Schule in den Allerwertesten zu treten. Dumm nur, in der Schule halten alle (wirklich alle, sogar die Putzfrauen) dicht. Die Nachbarin die ich als Zeugin nannte, hätte jeder gegnerische Anwalt mit dem Argument entkräftet, dass es so schlimm nicht gewesen sein kann, wenn sie erst nach einem halben Jahr mit der Sprache rausrückte. Die anderen Kinder, tja... was soll man sagen... können wir beweisen dass es die Schuld der Schule ist?!?! Das Schulamt hält nicht viel von den Anschuldigungen, denn unsere Grundschule wurde schon mal mit dem Buddy Award gekürt (steht für Hilfsbereitschaft / Integration etc.)
Anwalt meinte: Wir könnten an die Öffentlichkeit, da hätten wir mehr Chancen, weil sich dann evtl. noch andere Betroffene melden würden... Er würde es sogar aus Prinzip kostenlos machen. Er weiß auch warum. Einmal in der Öffentlichkeit, hat er genug Werbung für ein ganzes Leben... mein Sohn auch, aber die Sorte Werbung die wir auf keinen Fall wollen.
Im Übrigen hält mich das Schulamt für unkooperativ weil ich unserem Sohn nicht mehr in das Projekt des Konrektors lasse. Andererseits den Vermerk der Lehrerin im Zeugnis 'ADS Verdacht den Eltern mitgeteilt' wertet das Schulamt als konstruktive Zusammenarbeit seitens der Schule... die stecken doch alle unter einer Decke...
Wir leben in BW, da ist Förderschule = Sonderschule, nur die wollen unseren Junior nicht haben, weil er laut deren Test da nicht hingehört... Er wäre unterfordert was erst recht seinen Frust erhöhen würde, mit dem Ergebnis dass die Auffälligkeiten noch stärker auftreten würden. Im Übrigen muss ich sagen, dass der Mensch von der Sonderschule als einziger PÄDAGOGE mit tatsächlichem Fachwissen rüberkommt.
Es ist hart, aber ich will mich nicht an allen Fronten verheddern, ich warte die Untersuchung der Fachleute ab, dann haben wir ein zweites Urteil... Und dann kommt erstmal lange Zeit nur unser Junior, für einen Kampf gegen die Schule habe ich keine Kraft. Glücklicherweise kann man bei uns noch bis zur 7. Klasse sogar bis aufs Gymi wechseln... mit ärtzlichem Gutachten sogar noch später. Das mit der Schulakte habe ich unserem Anwalt überlassen, er soll darauf achten dass nichts drin steht was da nicht reingehört... Wir warten aber leider noch...
Ich wünsche euch allen das Beste...
Alles liebe, faluta
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creadoo
« Antworten #98 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 21:15:07 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #99 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 22:44:05 »

Faluta, sorry ich hab natürlich mal wieder nicht zu Ende gedacht*G* mir war schon klar das das mit dem Ruhigstellen von der Lehrerin kam und mit diesem seltsamen Zettel zusammenhing*G* den ich nie ausgefüllt habe bzw. keiner Lehrerin je gab.
Das mit eurer Schule ist schlimm, ich hatte damals wenigstens die Schulpsychologin und dann das Jugendamt auf meiner Seite undda ging es nicht mal um AD(H)S sondern "nur" um Legasthenie...

lg
hexep,deren sohn jetzt ca 6 Monate ohne Medis ist
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creadoo
« Antworten #99 am: Dienstag, 19. Februar. 2008, 22:44:05 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #100 am: Samstag, 23. Februar. 2008, 20:10:22 »

Hallo zusammen,

ich muss euch mal was fragen, vielleicht habt ihr da ja schon mehr Erfahrung als ich, vielleicht sehe ich das Ganze ja auch zu eng oder bin einfach nur überempfindlich geworden  icon_question
Ich hab euch doch erzählt, dass wir mit Sohnemann noch zur defintiven Abklärung zur psychiatrischen Ambulanz wollen. Wir haben dass auch mit der Kinderpsychologin abgesprochen und ich dachte sie wäre da ganz aufgeschlossen. Nun haben wir kurzfristig einen Termin bekommen, weil jemand abgesagt hatte. Die Therapeutin rief mich also an und fragte mich ein bisschen über unseren Sohn aus, dann meinte sie ich solle doch die Kopien sämtlicher Untersuchungsergebnisse der Kinderpsychologin zum Termin mitbringen. Ich rief also die Kinderpsychologin an um ihr den Termin mitzuteilen und sie zu bitten mir doch die Kopien bereitzulegen damit ich sie mitnehmen konnte. Doch sie hat sich geweigert, mit der Begründung dass sie sich dann strafbar machen würde. Denn ich hätte kein Recht auf Einsicht der Daten, diese seien vertraulich und wenn ich Einblick bekäme und die Ergebnisse "versehentlich" vor meinem Sohn erwähnen würde, würde dieser das Vertrauen in seine Psychlogin verlieren (für wie blöd hält die uns eigentlich?). Zudem würden in den Ergebnisse auch "ihre subjektiven" Meinungen stehen, wie soll ich das jetzt verstehen???... Es ist ihrer Ansicht nach jedoch OK wenn sie einen Bericht verfasst und diesen an die Sekretärin der Klinik faxt, schließlich schreibt sie ja nur den Vornamen hin (sowie den Termin mit Uhrzeit, als ob die Sekretärin oder sonst jemand der am Fax steht, den Nachnamen nicht anhand des Terminkalenders rausfinden kann?!?!?)
Im Moment ist es so, dass ich kein Vertrauen mehr zur Psychlogin habe, denn wenn ich genau überlege, nach 2 Jahren konnte sie keine genaue Diagnose stellen, und erfolgreich kann man die Therapie (wenn man die schulischen Ereignisse betrachtet) auch nicht wirklich nennen. Außerdem haben WIR unseren Kleinen zu ihr gebracht, weil WIR wissen wollten was in ihm vorgeht um ihm zu helfen, nun muss ich aber aus ihren Äußerungen schließen, dass sie uns wichtige Infos und Details vorenthält, da frage ich mich doch: Wie sollen wir dem Kind helfen seine Probleme (welcher Art auch immer) zu überwinden, wenn wir nicht wissen was da tatsächlich vor sich geht???? icon_confused
Ganz ehrlich: Mit ihrer Aussage hat die Kinderpsychologin bewirkt, dass mein Mann und ich meinen Sohn nun unbewusst mit ziemlichen Argwohn betrachten werden... Ganz zu schweigen davon: Wir fühlen uns von neuem ausgeschlossen und übergangen... icon_mad
Ein bisschen irritiert mich auch folgendes: Wenn es tatsächlich strafbar wäre uns als Eltern und einzigen Sorgeberechtigten die Einsicht in die Untersuchungsergebnisse zu gewähren, wieso wollte die Therapeutin in der psychiatrischen Ambulanz dann, dass wir Kopien von der KiPsy holen und zum Termin mitbringen? Wenn es so wäre dann hätte sie doch direkt mit der Ärztin Kontakt aufnehmen können und nicht uns zwischenschalten brauchen, oder??? icon_confused
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Sind die KiPsy tatsächlich berechtigt uns Infos vorzuenthalten und das obwohl sie das Kind ohne unsere Einwilligung gar nicht behandeln dürften. Müsste es da nicht eine Art Geben und Nehmen sein, im Sinne des Kindes? Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe den verrückten Verdacht, dass sie die Akte nicht rausrücken will, damit wir nicht von ihr abwandern können. Wie sonst erklärt sich, dass sie ohne unsere Einwilligung den Bericht auch an den Kinderarzt gefaxt hat? Dummerweise arbeitet eine Nachbarin von uns beim Kinderarzt und bisher haben wir alles ganz gut vor ihr "verheimlichen" können, sie ist als Tratschtante bekannt... (so frei nach dem Motto dass sie einem laut über den Gartenzaun zuruft: "Wie geht's den dem Kleinen, ist der Tick schon weg? -oder- Hat die Therapie denn angeschlagen?" usw... Ich hab die KiPsy ganz ungläubig angeschaut als sie mir im Nachhinein von dem Fax erzählte, auf meine Frage wozu sie das getan hatte: "Na damit er auch Bescheid weiß." Zu welchem Nutzen kann ich nicht verstehen, denn der KiArzt ist schon seit gut 2 Jahren aus der psychologischen Behandlung unseres Sohnes raus...