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ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #15 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 20:57:51 »

Hallo Nähmaus,

nee,nee, Deine Einstellung ist schon klar durchgekommen und find ich auch toll, dass Du dir da mit Gedanken drüber machst  :knutsch:Ich habe es nicht als Werbung von deiner Seite her gesehen.


Da fällt mir noch ein, wir mussten alle paar Wochen zum Blutbild testen lassen.

Gruß Rita
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creadoo
« Antworten #15 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 20:57:51 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #16 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:14:13 »


@ Nähmaus

habe es auch nicht negativ verstanden icon_razz
Dieser Austausch soll ja auch dafür da sein das sich "betroffene" austauschen können und außenstehende auch einen kleinen Einblick bekommen.
Nicht ohne Grund dauern diese Test so lange, was auch gut ist icon_wink

@ schlamunzel

Wir müssen auch alle 1/2e Jahre EKG und Blutbild machen lassen.
creadoo
« Antworten #16 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:14:13 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #17 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:23:48 »

Hi,

also für alle, die sich SERIÖS zu dem Thema informieren möchten:
www.adhs.ch

Die Medienberichte sind meistens sehr reißerisch und verdrehen die Tatsachen völlig.
Da wird von "Beruhigungsmitteln" gesprochen, was überhaupt nicht den Tatsachen entspricht.
Diese Medikamente für ADS sind mit anderen Psychopharmaka nicht zu vergleichen. Man darf sie nicht in einen Topf schmeißen.
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creadoo
« Antworten #17 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:23:48 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #18 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:48:13 »

Stimmt, das hat man uns auch gesagt icon_exclaim

Es wurde damals mit auf die Liste gesetzt, da es als Appititszügler misbraucht wurde.
Und um dem einen Riegel vor zu schieben, wurde es auf die Liste gesetzt!

Ne mitbetroffene sagte das man es ihr so erklärt hätte:
Wenn wir Erwachsenen das Medi nehmen würden, würden sich unsere Pupillen erweitern als hätten wir Drogen genammen. ABER: die Kiddies reagieren gaaaaanz anders darauf.

Aber Egal, dieser Austausch soll keine Werbung sein sondern eher eine Hilfe.

Also,wir alle wissen das die Medis einen schlechten Ruf haben. Aber die Betroffenen die ich schon gesprochen habe und das sind nicht wenige, haben gute Erfahrungen damit gemacht. Schulabschlüsse: Real und Gymabschluß
creadoo
« Antworten #18 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 21:48:13 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #19 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:29:32 »

Hi Andrea,

Einspruch... das muss heißen: "Nicht-Betroffene" die es nehmen...
ADS wächst sich nicht aus, es verschwindet leider nicht schlagartig mit dem 18. Geburtstag.
Es gibt genügend Erwachsene, die sich ebenfalls damit rumschlagen...
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creadoo
« Antworten #19 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:29:32 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #20 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:32:00 »

Uuuuuuuuuups,

hast Recht @justme67  icon_wink
creadoo
« Antworten #20 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:32:00 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #21 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:41:14 »

Melde mich ma vorsichtig zu Wort..*g
Vorgeschichte.. zwei ADS Kinder - Sohn(heute fast 17) mit 13 erst getestet, nachdem ein langer schulischer Leidensweg hinter ihm lag (und hinter mir..*g) Er ist der stille Typ der meist erst später auffallend wird eben weil diese ADSler nicht anecken. Unsere Tochter(jetzt fast 12) wurde getestet als sie 9 war. Angeblich sollte sie nicht Regelschulfähig sein, die Klassenlehrein tendierte nun zur Förderschule weil das Kind nicht lesen und schreiben lernen konnte. Da unser Sohn ja bereits diese Diagnose hatte wurde auch sie getestet und bekam dann Medikamente. Nach nur 4 Wochen konnte sie sich so gut konzentrieren dass sie schnell lesen und schreiben lernte. Jetzt ist sie 11, fast 12 und bracuht für nen Harry Potter maximal 2 Tage, schreibt selber Geschichten und Gedichte und steht in deutsch an der Realschule 2. Unser sohn könnte auch ein guter Schüler sein, aber ihm wurde der Spaß an der Schule  einfach vorher schon versaut und obendrein schlug dann pubertäre Faulheit durch.. Wir quälen uns grad so durchs letzte Jahr der Realschule..*g Und ich hoffe inständig dass es wirklcih das letzte ist.. lach Aber er kommt mit, kann sich konzentrieren, lebt nicht mehr nur auf seinem Planeten.
 Da es damals keine Therapieplätze hier in der Gegend gab und die Wartezeit ein halbes Jahr betrug, habe ich eben alles erdenkliche darüber gelernt und unseren Tagesablauf umstrukturiert. Mit so großem erfolg dass wir, als wir endlich Termine bei einer Therapeutin bekamen für unseren Sohn wurde diese nach nur 3 Sitzungen *ausgesetzt* weil sie sagte: *Ich kann ihnen nichts mehr beibringen - sie haben längst alles umgesetzt was notwendig war* Das hat uns dann auch sehr geholfen um unserer Tochter beizustehen. Sie hatte anders als er auch soziale Schwierigkeiten weil sie sehr lebhaft, laut und hyperaktiv durchs leben geht. Vorallem ihre laute Art macht es anderen oft schwer sich näher mit ihr einzulassen. Das wird von Jahr zu Jahr besser und wer sie einmal näher an sich ran gelassen hat mag sie als Freundin gar nicht mehr missen, aber bis die Leute sich trauen ist oft lange Zeit verstrichen und sie hats daher oft schwer.

es gibt aber noch einen zweiten Erfahrungsweg den ich mitlerweile hinter mir habe. ich arbeite in einer psychiatrischen neurologischen Praxis. Wir sind nicht auf ADS Diagnostik ausgelegt - können eine gute und sicher Diagnose bei uns nicht stellen - denn meiner Absicht nach gehört dazu weitaus mehr als die meisten Kinderärzte oder Psychologischen Dineste so nutzen. Für mich sind die Fragebögen die oft einzoges Diagnostikmittel sind eine regelrechte Lachnummer. So überwiesen wir unsere Kinder an eine Praxis in Düsseldorf die umfassend und wirklich gründlich testet und darauf auch ausgelegt ist. Aber die Eltern und kleinen Patienten stehen oft bis zur Diagnose und vorallem bis sie dann zusätzliche Therapieplätze und Hilfsangebote annehmen können, völlig allein. Und so habe ich in unserer Praxis eine Art Auffangoption seitens meines Chefs. Dass heißt ich führe Vorgespräche, bin Anlaufstelle und Hilfmittel für die, die sonst völlig druchdrehen und habe somit auch von beruflicher Seite her einiges an Erfahrungen die ich gern weitergeben kann.

Was mir hier auffällt sind zwei Dinge.. Erstens die Aussage dass nur Medikamente genutzt werden sollen. Medikamente sollen dem Kind die Möglichkeit geben dass es sich so konzentrieren kann dass es in deiser Phase andere Möglichkeiten erlerenen kann ums ich selbst und seinen Alltag zu strukturieren. Medikamente allein sind nie das Mittel der Wahl. Bei vielen Kindern wächst sich ADS in der Pubertät aus, aber sehr vielen eben nicht. Ihnene bleibt ADS auch in der Erwachsenenzeit erhalten. haben sie nicht gelernt damit umzugehen, sich Hilfen zunutze zu machen landen sie unweigerlich in unserer Gesllschaft vor der Wand. Davon gibt es leider nicht wenige - denn erwachsenen ADSler behandeln wir auch.. sie kommen dann um Psychotherapien zu machen weil ihr ganzes leben ein einziges Chaos ist. Es ist also super wichtig wenn man frühzeitig eine Diagnose hat auch dementsprechd zu regaieren und dem Kind alle Möglichkeiten zu geben. Das wird kein kind überfordern weil vieles eben nicht in außerhäusigen Therapien stattfindet sondern zuhause abläuft und ganz selbstverständlich Alltagsgeschehen sein wird. Die meisten Eltern müssen eins lernen - sie müssen leider sich selbst oft ändern und auch vieles in ihrem Alltag ändern. das ist schwer.. da sprech ich als eigentlich inkonsequenter Typ aus leidvoller Erfahrung..*g
Was mir noch auffällt ist dass ihr dem Kind erzählt es bekäme Vitamine. darf ich fragen welchen Grund das hat? Ich habe die Erfahrung gemacht, auch sicher weil unsere Sohn ja nun nicht mehr so klein war, dass wir mit ehrlichkeit und Offenheit wesentlich mehr erreicht haben. und das kann ich auch aus der Praxiserfahrung so sagen. die Eltern die *aufgeklärte* Kinder haben und bei denen ADs ein offenens Thema ist - die haben es wesentlich leichter als die Kinder die gar nicht so genau wissen warum etwas und wie passiert. Allein die tägliche Medikamentegabe ist ja spätestens auf einer Klassenfahrt und bei übernachtungen ein Thema. Unser Sohn hat einen tollen freundeskreis wo die Kumpels schon selbst mitdachten.. und oft kam dann auch der hinweis aus diesem Freundeskreis wenn die Dosierung nicht mehr ok war.. *Sach mal wirken die Dinger nict mehr oder wieso biste nicht anwesend??* Da haben wir manche schöne Geschichte erlebt. Auch die Kinder selber brauchen dieses Wissen um sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Das ist oft für viel einfacher bestimmte Abläufe zu ändern oder zu erkennen. Ich weiß dass es schwer ist den Kinder das zu erklären. Das ist ein teil meines Jobs. ich erkläre den Eltern und den kindern was mit ihnene passiert und warum manches Dinge im Alltag sich ändern müssen - mit sehr gutem Erfolg. Viele unserer Kinder sind schon nach wenigen Jahren soweit, manchmal nach wenigen Monaten, dass sie die Medikamente nicht mehr benötigen und das ist eigentlich das Ziel.. nicht ADS beämpfen sondern damit leben. Auf euch kommen harte Jahre zu aber auch ganz tolle spannende Erfahrungen.
Sorry dass das jetzt hier ein wenig lang geworden ist, aber das ist auch ein sehr umfassendes Thema..

LG Nici
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creadoo
« Antworten #21 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 22:41:14 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #22 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 23:06:51 »

Hallo nikita icon_razz

Erst mal Hut ab, Du hast unter anderem im groben Zügen erklärt wie es einem so geht und das man am Anfang ganz alleine da steht.

Zu dem Thema Vitamine:
Lea ist erst 7 Jahre alt und ist super sensiebel, sie wurde im KiGa gehänselt weil sie nicht malen konnte. In der Schule war es auch nicht viel anders, ihre sogenannte beste Freundin hat sie des öfterne so reingelegt das Lea mit mir Ärger bekam. Bis ich dahinter gekommen bin was die sogenannte Freundin ausgehekt hat. Mitlerweile behauptet sich Lea ihr gegenüber und wird selbstständig. Sie kahm auch so manches mal nach hause und sagte sie wäre ganz anders als die anderen Kinder, ich sagte nur zu ihr: stimmt, denn du bist was besonderes, nähmlich MEINE Tochter. Möchte ihr erstmal etwas Ruhe gönnen und das sie merkt das sie was kann.
Und erst dann, wenn ich das Gefühl habe sie wird es verstehen, werde ich es ihr erklären. Hoffe das es sehr bald ist, denn ich bin IMMER ehrlich zu ihr gewesen und das möchte ich auch so beibehalten icon_wink
Du hast geschrieben das du dir selber geholfen hast, zuhause und so. Das wir Eltern uns auch ändern müßen weiß ich auch. Und ich weiß auch das es alles andere als einfach ist Oops
Würdest du hier ein paar Anregungen schreiben die man vieleicht auch selber umsetzen kann??? Bin neugierig ohne ende!!!

Nicht ADS beämpfen sondern damit leben!!!
 Das ist eine Super Aussage icon_wink

Übrigens haben wir noch eine 5jährige Tochter, Lara, wo wir uns sicher sind das sie nicht betroffen ist. All das, wo Lea Probleme hat, bewältigt sie mit Bravur.
Als Lea in der 1. war, mußte ich sie aus den Raum schicken, damit die kleine der großen nicht die Lösungen in Mathe sagt icon_wink
creadoo
« Antworten #22 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 23:06:51 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #23 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 23:34:27 »

Die meisten therapeuten arbeiten mit dem THOP Programm.. dazu gibt es auch ganz klasse Elternhandbücher mit wertvollen Tipps.. Wackelpeter und Trotzkopf  - kann ich nur wärmstens empfehlen.  Was mir am schwersten gefallen ist ist die Struktur zu geben.. Um es mal ganz einfach zu erklären.. Stellt euch mal vor ihr faht 24 stunden am Tag 8 spurig Autobahn.. Das ist Hochleistungssport.. So geht es einem ADSler.. er kurvt auf seiner Datenbahn permanet durchs gelände und verliert natürlich irgendwann die Orientiereung (würde uns auf der beschriebenen Autobahn auch so gehen - wenn man nämlich noch dazu in fremdem Gebiet unterwegs ist würde man unweigerlich irgendwann wichtige Schilder übersehen und so die Abfahrt verpassen..*g)Jetzt stellt euch vor ihr seid diese Bahn aber schon 100 mal gefahren, dann wisst ihr iergdnwann dass bei km 311 die Baustelle anfängt und ordnete euch rechtzeitig ein.. einfach weils eintrainiert wurde. so haben wir alle auch bestimmte Abläufe mit den Kids als sie noch ganz klein waren schon trainiert. Abendliche Zugettgeh-Programm beispielsweise.. Immer gleicher Ablauf - Badezimmer- Pipi machen- Händewaschen-Zähneputzen - ab ind Bett..*g Nach wenigen Wochen denkt kein Kind mehr drüber nach wie der Ablauf nun sein soll.. sie kämen gar nicht mehr auf die Idee die Hände vorm Toilettengang zu waschen.. Es ist so eintrainiert dass sie nicht mehr darüber nachdenken müssen. Wir trainieren mit ihnen dass sie erst die Unterwäsche anziehen und die Schuhe ganz zum Schluss usw. Alles ganz normale Dinge die wir unbewusst selbst so machen und über die wir nicht mehr nachdenken. Alles was man nun auf diese Art eintraniert wird irgendwann eine unbewusste nicht mehr *nachdenkbare* Handlung und macht so die Datenbahn im Kopf frei. Bei vielen ADS Kindern und Eltern ist schon das abendliche ins Bett gehen eine Drama.. klar wer inkonsequent ist hats dann doppelt schwer. Ein Kind welches heute friedlich spielt und nicht müde ist und obendrein stört dass kann ja noch ne halbe Stunde länger.. Am nächsten Tag ist Mutter aber im Eimer und das Kind auch, aber ins Bett will es nicht - es quengelt rum.. und Mutter will sich durchsetzen.. ergebnis : rama.. das gleiche einige Male im Monat - immer wider andere Situationen und so wird jedes ins Bett gehen Stoff für die nächste Grundsatzdiskussion. Da hilft nur eine festgelegte Bettgehzeit und die wird eingehalten... Und das wird so lange beigehalten bis dass Kind einfach nicht mehr drüber nachdenkt und erst mit steigendem Alter mal angepast oder es gibt dann auch Verhandlungsspielraum. Unser Sohn z.b hatte bei Ausnahmen immer anschließnd einfach tagelang Probleme.. er war immer durch den Wind - so auch bei anderen Gelegenheiten wo sich irgendwas im Tagesablauf änderte. Nur wussten wir damals eben nicht was genau der ausschlaggebende Punkt dabei war. Alle Kinder brauchen Rituale, Strukturen.. ADSler brauchen die viel strenger (ja ihr werdet doof angeguckt deshalb* Boah sind die aber streng!!! - kommt auch..lach) Das was andere als überzogenen Strenge auslegen ist für die Kinder das Gerüst was sie stabilisiert und trägt. Immer gleicher Ablauf beim Tonister packen.. Wir hatten eine Liste.. Und in der ersten Wochen hat unser Sohn auch nach dieser Liste alles vorbereitet und erst nach meiner Kontrolle auch eingepackt.. das haben wir so lange gemacht bis er es konnte und als es wieder anfing zu schleifen haben wir es wieder von neuem gemacht. Er vergaß immer sehr sehr viel und sammelte so natürlich ganz viel schlechten Noten..*seufz Überhaupt kannste dir gleich nen Kontrollzwang zulegen..*g Zumindest kommst mir manchmal so vor.. Es gibt vieles was man strukturieren kann und was die Kids dann einfach leichter durch den Alltag kommen lässt - mit steigendem Alter kann man vieles wieder lockern - das hängt ja dann auch echt vom kindab und wie es zurecht kommt. Hier gab es einfach kein.. komm wir gehen erst schwimmen und dann machst du die Hausaufgaben.. hier gab es dann immer den gleichen bescheuerten Ablauf.. aus der Schule kommen, was essen- Hausaufgaben mit mir zwangseise daneben, weil wir sonst Stunden damit verplemperten dass sie nicht gemacht wurden weil wieder irgendwie das kleine grüne Männlein vom Planten Ork aufgekreuzt war oder die Fliege hinten in der Zimmerecke ja so gar nicht wegflog oder weils draußen regnete oder weils nicht regnete usw.

Was ich auch ehrlich gesagt nicht wirklich gut finde ist die Tatsache dass Medikamente nur zur Schulzeit gegeben werden sollen. Zwar haben viele ADSler grad durch die Konzentration die dort gefordert wird, ja auch dort ihre Probleme, aber ADS ist kein eigentliches Schulproblem sondern etwas was den ganzen Tag vorhanden ist, auch an Wochenenden oder in Ferienzeiten usw. ADS ist etwas dass sie ausbremst weil sie ihre Kreativität nicht so ausleben können - da sind einfach zu viele Dinge die sie gleichzeitig im Kopf erledigen und wahrnehmen.. Außerdem gibt es der Medikamenetngabe auch der psychischen Seite des Kindes so eine Art von Doping für Leistungserbringung.. Das finde ich persönlich sehr bedenklich. Wir haben auch oft darüber nachgedacht und inzwischen nimmt unser Sohn das Medikament tatsächlich nur noch zur Schulzeit, aber in den ersten 2 1/2 Jahren haben wir nach einem Versuch dieser Art da schnell von abgesehen.
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creadoo
« Antworten #23 am: Montag, 10. Dezember. 2007, 23:34:27 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #24 am: Dienstag, 11. Dezember. 2007, 00:16:24 »

Hihihi,

kann dich gut verstehen icon_wink
Im Alter zwischen 1 1/2 und 4 hat Lea Terror gemacht beim schlafen gehen. Sie hat so lange geschrien bis sie spucken mußte. Haben das auch vom Kinderarzt abklären lassen, das es nichts schlimmes ist. Als ich das wußte bin ich sie angegangen, habe ruhig aber bestimmt auf sie eingeredet das sie sich beruhigen soll. Was soll ich sagen, das hat gewir, richtig gut:D Die ganze Aktion hat keine 6 Wochen gedauert und wir hatten unser zubett Ritual.
Das Thema ihr seid viel zu streng mit dem Kind habe ich mir oft von Freunden und so anhören müssen. Habe aber auch früh gemerkt das ihr diese Strenge sehr gut bekham und habe diese durchgesetzt. Die beiden dürfen abends noch einen Zeichentrick sehen und ich brauche ihne nur zu sagen wenn der Film aus ist, TV aus und ab nach oben. Fertig machen zum schlafen gehen, das klappt seit einem Jahr super.
Nur die beiden zusammen im Bad, das gibt ein Chaos:D Da muß ich hinterher.
Die Regel Hausaufgaben haben wir auch, wenn sie aus Wut so in Rage gerät, lasse ich sie alleine in der Küche sitzen. Und frage nach 5 Min. wieder ob wir an den Aufgaben weiter arbeiten können. Da hat sie eine Auszeit von mir und ich von ihr.
Lea zieht sich auch selbstständig morgens für die Schule an. Klar kommt es schon mal vor das ich sie ermahnen muß wenn sie trödelt. Oder sie mal ne Hose ihrer kleinen Schwester erwischt, dann muß sie halt wieder hoch und ne andere Hose anziehen icon_wink Aber sie hat dann immernoch zeit für einen Kaba und ein Brot.
Was ich mit den Mediaussetzern halten soll, weiß ich auch noch nicht. Werde es erstmal auf mich zukommen lassen. Die nächsten 3 Monate müßen wir eeh durchziehen ohne Pause.
Denn meiner Meinung lernen wir ALLE jeden Tag und wie du sags, können sie ihre Kreativität in den Aussetzern nicht so ausleben.

So, jetzt habe ich wieder eine Menge geschrieben, mehr als ich wollte icon_wink
Mein Bettchen ruft mich und morgen ist ein neuer Tag, würde mich freuen wenn du noch ein paar Anregungen mehr hast icon_wink

Von dem Buch Wackelpeter und Trotzkopf  habe ich auch schon gehört. Dieses Buch werde ich mir dieses Jahr auch noch besorgen icon_wink

Wünsche euch noch einen schönen Abend Winken
creadoo
« Antworten #24 am: Dienstag, 11. Dezember. 2007, 00:16:24 »

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Re: ADS (ADHS) - ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
« Antworten #25 am: Dienstag, 11. Dezember. 2007, 07:36:18 »

@nähmaus
Mein Hinweis auf die Algen ging auch nicht explizit an (gegen) dich sondern eigentlich war er nur gedacht für interessierte Leute die das nun lesen und denen man die Algen als "Allheilmittel" verkauft (bei mir hat mans zumindest probiert).Ich habe deinen Beitrag ebenfalls nur als Information aufgefasst, aber meine Meinung zu dem dort geschriebenen nicht zurückhalten können.

@nikita
Super! Könntet ihr eure Praxis ausweiten? icon_wink
Mein Sohn ist jetzt übrigens 18. Ausgewachsen hat sich sein ADS nicht aber er hat inzwischen gelernt damit umzugehen und seit ein paar Monaten ist er ohne Medikamente - auf eigene Entscheidung. Er hat von Anfang an mit entschieden welchen Weg er geht, er war damals aber auch schon im 5. Schuljahr.
3 Diagnosen haben wir erstellen lassen und ich hab nen gehörigen Tritt in den Allerwertesten gebraucht bis ICH es damals akzeptieren konnte...eine Gruppentherapie hat ihm damals einiges klar gemacht.
Allerdings war er nie richtig hyperaktiv. Er ist mehr der Träumer mit plötzlich auftretenden Phasen von konfuser Aktivität.
Das Medikamente oft "nur für die Schule gegeben werden ist so glaube ich häufig ein Kompromiss für die Eltern die durch Berichte und Umwelt sehr verunsichert sind, vor allem wenn sie in Gegenden wohnen wo es noch kein gutes Netz an Informationen gibt oder Hilfen.

So, jetzt les ich erstmal in Ruhe weiter.

lg
hexep
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creadoo
« Antworten #25 am: Dienstag, 11. Dezember. 2007, 07:36:18 »

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