Hallo Ihr Lieben,
hallo Hexe,
heute Abend finde ich nun endlich die nötige Zeit um mich ein wenig vorzustellen:
Bin 43, verheiratet, unsere Tochter ist 8 Jahre alt und in der 2. Klasse.
Schon in der 1. Klasse begannen die "Probleme" : Frustrationen, Versagensängste, Stress bei den Hausis, Probleme mit dem Eingewöhnen in dern Klasse ( ist ja keine Wunder, wenn man umgezogen und neu in der Gegend ist - oder?) Schon damals habe ich über den Kinderarzt den Gedanken ADS "angedacht" alle Bezugspersonen habe Fragebögen ausgefüllt, tja und dann ist die Sache im Sande verlaufen...Jetzt im vergangenen Dezember, als vor allem in Mathe die Problem immer größer, meine/unsere Nerven beim Hausi machen immer dünner wurden, haben wir beim Kinderpsychiater div. Tests ( alle üblichen...) durchlaufen, da wir Verdacht auf Dyskalkulie hatten. Das Ergebnis war ADS aber defintiv keine Dyskalkulie.
Nach der Lektüre des Buches v. C. Neuhaus, dem Besuch bei einer Selbsthilfegruppe und dem Gespräch mit anderen betroffenen Eltern, fielen mir die "Schuppen von den Augen", denn soviele Probleme die unsere Familie und unsere Tochter schon seit langer Zeit belasten, haben Ihren Ursprung wohl in Ihrer Aufmerksamkeitsstörung.....
Nun ja, mein Mann und ich machen jetzt eine Familientherapie, Elterntraining - und wir haben uns nach Gesprächen mit dem Psychiater, dem Kinderarzt(dem ich absolut vertraue!!!!) und anderen Eltern dazu entschieden, Ihr Methylphenidat zu geben....ab Herbst wird sie eine Konzentrationstherapie beginnen..
Dazu habe ich nun einige Fragen an Euch hier im Forum:
Dosierung:
Sie soll 3 Tage lang Morgens / Mittags eine Halbe Tablette nehmen und dann je 1 Tablette Morgens und Mittags.
Ist das viel? Ist das wenig??? Auf was für Reaktionen sollte man achten, wenn mit der Gabe begonnen hat? Wann "hilft" das Medikament? Woran merkt Sie bzw. wir es????
Wie habt Ihr das mit Schule bzw. Mittagsbereuung geregelt? Sie muss ja eine Tablette in der Schule und/oder in der Mitti nehmen..
Mit was für Therapien kann man ADS Kinder mit Schwerpunkt Lernproblematik noch unterstüzten?? Denn unsere Schwierigkeiten liegen hpts. im schulischen Bereich...
Mit der Lehrerin hatte ich auch schon ein Gespräch, Sie ist älter, streng und übergenau...ich hatte irgendwie den Eindruck, das Sie gar nicht weiss, wovon ich eigentich spreche..(im Hausi-Heft steht auch immer wieder:"Drück nicht so fest auf beim Schreiben"!!!! obwohl genau das typisch für ADS Kinder ist...)
Gehen Lehrer überhaupt auf unsere Kinder ein? Kann man Rücksichtnahme erwarten? Wenn ja: Wie können Lehrer ADS Kinder im Klassenverband untertützen? Ich will auch nicht, dass die Lehrerin das "rausposaunt" - denn es gibt zuviele Vorurteile über die Sache!!!!
Letzte Frage für Heute!!!: In einer Familie mit einem ADS Kind gibt es immer einen zweiten Betroffenen ( ..so Frau Neuhaus) und mein Psychiater hat es mir bestätigt..also hat entweder mein Mann oder ich auch ADS??? Wer weiss mehr über ADS bei Erwachsenen....
Danke für Eure Hilfe und hoffentlich viele Antworten..
Bis bald ALF