Gedicht 6
Nachbarlicher Obstsalat
Ein schöner lauer Sommerabend,
ich sitz im Garten ganz allein.
Wollte noch was zu essen machen
nur was fällt mir partout nicht ein.
Mein Blick streift so durch Nachbars Garten
und plötzlich hab ich es parat,
beim Blick auf seinen Apfelbaum -
ich mach jetzt einen Obstsalat.
Nachbar ist jetzt nicht zuhause;
Muss ich halt genauer schau`n,
welches Obst hängt gut erreichbar
vielleicht ganz einfach über`m Zaun.
Pflaumen – aber leider stichig,
an Äpfel komm grad so ran.
Himbeer`n wachsen dafür hier,
die ich so leicht pflücken kann.
Brombeeren auf der anderen Seite,
die lachen mich so richtig an..
Zerstochen werden zwar die Arme,
doch Hauptsache ich komme ran.
Im Kühlschrank lagert noch Banane
und auch Melone noch ein Stück;
und für den Saft noch `ne Zitrone,
manchmal braucht man einfach Glück.
Schnell gewaschen und gewürfelt
was in meine Schüssel soll,
als der Nachbar kommt und grüßt
kann ich grad nicht – der Mund ist voll : -)
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::..
Gedicht 7
Die Früchte des Sommers
Fräulein Sybille ging spazieren,
nach nichts zu suchen stand ihr der Sinn.
Herr Heinrich wollte auch nur flanieren,
sieht die Sybille und denkt vor sich hin:
„Man, das wär die Frau Deines Lebens,
wenn ich die nur im Arm halten dürft.
Frag ich sie? Ists dann vergebens?“,
so kommt er auf sie zu geschlurft.
Und er sprach sie an, die Schöne:
„Junge Frau, kenn ich sie nicht?“
Lächelnd zeigt sie ihre Zähne,
bringt ihn glatt ums Gleichgewicht.
„Oh ja, Heinrich, schön Dich zu sehen!
Was meinst Du, was ich nach Dir such?
Lag im Märzen in den Wehen
des Sommers Früchte letzter Fluch!“
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Gedicht 8
Früchte des Sommers
Die Sonne scheint.
Die Kinder spielen.
Ein Kleines weint,
so geht es vielen.
Tasche packen –
ab an den See.
Keine Jacken –
Eiskaffee.
Rein in die Tasche,
mit all dem Essen.
Ne kühle Flasche
nicht vergessen.
Kurze Shirts,
Röcke pur.
Und viele Flirts –
ganz kurze nur.
Man isst ein Eis
und lästert viel.
Eis im Becher,
auch am Stiel.
Man liegt am Strand,
die Creme daheim.
Das gibt ein Brand –
das muss nicht sein.
So ist es halt –
das Sommerlein.
Es ist nicht kalt –
freut Groß und Klein.
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Gedicht 9
Die Erdbeere
Rot und lecker kommt sie daher,
schmeckt saftig, süß und zart -
so, wie nur eine schmecken kann,
so erdbeerig ganz nach Erdbeerenart.
In jeder Form wird sie geliebt,
ob Lutscher, Bonbon, Eis am Stiel
und was das allerbeste ist:
ich mag sie sehr - am liebsten viel!
Auf einem Kaffeeklatsch grad neulich
gab es einen Erdbeerkuchen!
Ja, Sahne gab es auch dazu -
wer´s nicht kennt, sollt´s mal versuchen!
Rot ist nach dem Erdbeeren naschen
nicht zuletzt auch oft der Mund!
Doch war´n die Früchte hier gestohlen,
ist Mund nicht waschen ungesund!
Denn verraten tut die Farbe
wohl dem Gärtner, der bestohlen,
dass diese Erdbeern´ seine waren!
Da heißt es nur noch: Po versohlen!
Ja, was tut man doch nicht alles
um zu kommen zum Genuss.
Diese zuckersüße Beere isst man,
weil man´s einfach muss!
Liebe Erdbeer´, wachse wieder,
wenn der Sommer macht die Rund´,
wachse doch am Besten einfach
direkt rein in meinen Mund!
*************************************
Gedicht 10
Banane und die Erdbeere
Pflaume und noch Himbeere,
Birne und Mandarine,
Mango und die Nektarine
Kirsche und Melone,
und ein bisschen noch Zitrone.
Kiwi, Apfel, Orange und Traube,
alle unter einer Sahnehaube.
Obstsalat vom Feinsten hier,
doch das eine sag ich dir.
Meine Früchte des Sommers sind ganz Süsse
und ich liebe sie von Kopf bis an die Füsse.
Sie sind auch manchmal faul und öfter sauer,
doch trotzdem geben sie mir Power.
Sie sind mein Obstsalat mit Sahne,
und bin ich dann mal wieder die Lahme,
dann blicke ich sie an,
dann denke ich wieder dran:
meine Kinder sind mein Vitaminstoss pur,
meine Früchte des Sommers, glaub es nur.
%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%