Nostalgiker
Bastel-As
    
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« am: Mittwoch, 11. Juli. 2007, 09:38:09 am » |
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In den letzten Monaten habe ich wieder wirklich viele Trödelmärkte in meiner Umgebung abgeklappert (Remscheid, Solingen, Wuppertal, Wermelskirchen, etc.) - ich suche vorwiegend alte Zeitschriften aus den 60ern und 70ern, die auf Trödelmärkten oft preiswerter sind als z.B. in eBay (wenn man das Glück hat, sie auf dem Trödel zu finden).
Und da liegt auch gleich der Hase im Pfeffer begraben!
Ist heute ein Trödel noch ein Trödel - oder sind das nur noch offene Kaufhäuser und fliegende Händler?? 15 Stände nebeneinander, und nur zwei davon sind wirklich "private" Trödler. Die restlichen Stände: Handyschalen, Socken, Taiwan-Uhren, US-Army-Klamotten, wieder Socken, Bäckerei, Blusen und Hosen, wieder Handyschalen, DVD-Neuware, Korea-Spielzeug, etc.
Früher war ich oft stundenlang auf dem Trödel unterwegs, weil es irgendwie fast an jedem Stand irgendwas gab, was zumindest einen näheren Blick lohnte. Heute sind meine Trödelmarktbesuche meist schnell beendet. An 70 von 100 Ständen kann ich direkt vorbeigehen, weil es sich um das immer gleiche kommerzielle Zeug handelt. Von den restlichen 30 kann ich 15 getrost vergessen, weil es da wirklich nur um eine Kellerentrümpelung geht oder Kinder nur eine Decke mit ihrem alten Spielzeug vor sich ausgebreitet haben. Und bei den restlichen 15 finde ich dann kistenweise Konsalik, altes Geschirr und Gläser und stapelweise diese Spielzeug-Laster mit Werbeaufdrucken, aber nur extrem selten etwas, was mich spontan zum Anhalten bewegt.
Ist der Trödel noch das, was er früher einmal war? Ich meine: NEIN! Ich kriege immer öfter die Krise, wenn ich auf Trödelmärkten diese riesige Anhäufung von Kommerzmüll sehe.
Sehe ich das verkehrt und stehe mit meiner Meinung alleine da? Oder ist anderen hier sowas auch schon aufgefallen?
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