Ha, da kann ich doch auch mit dienen.
Der witzigste Spruch in meinem Album:
Hab Sonne im Herzen
und Zwiebeln im Bauch,
dann kannst du gut scherzen
und Luft hast du auch.
Dann sind da noch
Lieber heimlich schlau,
als unheimlich doof.
(Hat ein Lehrer hineingeschrieben)
Mach dem Vater keine Sorgen
und der Mutter keine Schmerz,
denn du weißt nicht ob schon Morgen
bricht der Tod ihr treues Herz.
Etwas wünschen und verlangen,
etwas hoiffen muss das Herz,
Etwas zu verlieren bangen
und für etwas fühlen Schmerz.
Glaube nicht alles was du höst!
Sage nicht alles was du weißt.
Sei so wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und fein,
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.
Mach Gehorsam dir zu eigen,
hör auf deiner Eltern Wort.
Lerne reden, lerne Schweigen,
aber stets am rechten Ort.
Halte dich ans Schöne!
Denn vom Schönenlbt das gute im Menschen.
Wer mit dem Leben spielt,
kommt nie zurecht.
Wer sich nicht selbst befiehl,
bleibt stets ein Knecht.
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen, das sind die Weisen.
Die aber auf ihrem Irrtum beharren,
das sind die Narren.
Was vergangen kehrt nie wieder,
aber ging es leuchtend nieder,
leuchtets lange noch zurück.
Du sollst die Welt nicht belachen,
nicht beweinen, sondern begreifen.
Der Mensch braucht zum Glück,
nicht Reichtum und Pracht,
nur ein Stübchen voll Sonne,
wo Liebe ihm lacht.
Dreifach ist der Schritt der Zeit;
zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogén,
ewig still steht die Vergangenheit.
HAst du im Tal ein sicheres Haus,
dann wolle nie zu hoch hinaus.
Sich selbst bekriegen
ist der schwerste Krieg,
sich selbst besiegen
ist der schönste Sieg.
Hüte, hüte den Fuß und die Hände,
eh sie berühren das ärmste Ding!
Denn du zertrist eine häßlich Raupe
und tötest den schönsten Schmetterling.
Ach, was sind wir dumme Leute,
wir genießen nie das Heute.
Unser ganzes Menschenleben
ist ein Hasten; ist ein Streben.
Ist ein Bangen; ist ein Sorgen,
heute denkt man schon an Morgen.
Morgen an die spätere Zeit,
und kein Mensch genießt das Heut.
Auf des Lebens Stufenleiter,
eilt man weiter, immer weiter.
Nutz den Frühling deines Lebens,
leb im Sommer nicht vergebens,
denn gar bald stehst du im Herbste,
bis der Winter naht, dann sterbste.
Und die Welt geht trotzdem weiter,
immer weiter, immer weiter
(Otto Reuter)