Hallo Nostalgiker
Da ist wohl was wahres dran.
Ich bin früher auch so manche Stecke zu Fuss oder mit dem Rad gefahren, z.B. musste ich mit meiner Schwester zusammen in die Nachbarstadt zum Zahnarzt, um unsere Zahnspange nachstellen zu lassen. Das waren fünf bis sechs Kilometer, also rund eine Stunde Fussmarsch. Die Strecke liefen wir alle paar Wochen ohne zu murren.
Zum Schwimmen fuhren wir ca 10 km mit dem Rad zum See und es machte uns überhaupt nichts aus.
Ich muss aber sagen, dass ich heute ein Kind in dem Alter, wir waren damals 12/13 gar nicht mehr alleine laufen lassen würde. Da wäre mir das Risiko zu groß, dass etwas passiert.
Auch liefen wir in durchs Feld oder durch den Wald, um Freundinnen zu besuchen. Das waren auch so 2-3 Kilometer. Das war halt "normal".
Wir waren zu der Zeit sieben Kinder und meine Mutter hätte uns gar nicht alle überall hinfahren können, wie das heute üblich ist.
Wenn sich meine Tochter (5) heute mit einer Kindergartenfreundin trifft, dann gucken mich die Kinder schon blöd an, wenn ich zu Fuss vor der Türe stehe, um sie abzuholen.
Aber seitdem ich meine Töchter habe, nutze ich für kurze Strecken lieber den Kinderwagen und gehe zu Fuss. Bis ich zwei Kinder im Auto angeschnallt habe bin ich schon halb da.
Wenn ich aber alleine mal schnell zum Einkaufen muss (ca 1 km), nehme ich lieber das Auto.

Ich denke, es ist aber auch Gewohnheit. Wenn man nicht immer ein Auto zur Verfügung hätte, würde man auch solche Strecken wieder laufen. Weil ich nie auf die Idee käme mit dem Bus zu fahren.
lieben Gruß Heike