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Omas Essen: Als noch überall "gute Butter" dran mußte

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Autor Thema: Omas Essen: Als noch überall "gute Butter" dran mußte  (Gelesen 1118 mal)
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« am: Dienstag, 06. Juni. 2006, 14:51:01 pm »


Mir liegt noch heute der Spruch meiner Oma in Ohren, als ich noch ein kleines Kind war und wenn sie gerade Essen machte:

"Warte, Kind, da muß noch was gute Butter dran!"

Butter, Butter, Butter – überall mußte immer noch "gute Butter" dran! Und ich überlegte andauernd, ob es denn auch "schlechte Butter" gab, weil Oma doch immer so sehr die "gute" Butter betonte.

Später erfuhr ich dann von meiner Mutter, daß Margarine im Gegensatz zu Butter "minderwertiger" sei und meine Oma deswegen das Wort "Butter" einfach automatisch im Zusammenhang mit "gut" verwendete. Sie hatte eben selbst in der Küche ihren Stolz – und ohne "gute Butter" lief da einfach so gut wie gar nichts. Bratkartoffeln, Gemüse, Fleisch – überall mußte immer der entscheidende Klecks "gute Butter" dran!

Gibt es noch andere mit "Gute-Butter-Omas" in der Kindheit??


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Tricky
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« Antwort #1 am: Dienstag, 06. Juni. 2006, 14:55:12 pm »

oh ja das kenn ich auch noch, vorallem auf Käsespatzen die mussten nur so in der guten Butter schwimmen(graus)

Pfannkuchen wurden halb in der guten Butter frietiert :grinsen: und alls besonderes gab es immer Kartoffel,Butter und Käse( mich graust es heut noch)




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papermoon
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« Antwort #2 am: Dienstag, 06. Juni. 2006, 15:02:34 pm »

Hallo Nostalgiker,

ja, da hatte Deine Oma schon recht mit der "Guten Butter".

Das brachte halt das Gewisse Etwas an Geschmack ans Essen.

Man darf aber auch nicht vergessen dass gerade Fett zu der Zeit nicht häufig vorhanden war.

Wenn Du dann schon mal Fett hattest wurde es ganz genau eingeteilt. Meist war es Hammelfett oder Margarine, die aber mit unserer Margarine kaum etwas zu tun hatte.

Ich nehme mal an Du meinst auch die Kriegs - und Nachkriegszeit ?

Als es dann in der Wirtschafts-Aufschwungzeit auch mal Butter gab, wurde sie sofort automatisch

zur  "Guten Butter".

Das war der Stolz der Hausfrau dem Essen und der lieben Familie etwas "Gutes" zu tun

Auch heute noch verwenden die "Guten Köche" ---- "Gute Butter"  :L

Soviel Geschmack muss sein....
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Liebe Gr
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Nostalgiker
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« Antwort #3 am: Dienstag, 06. Juni. 2006, 15:53:42 pm »


Zitat
Ich nehme mal an Du meinst auch die Kriegs - und Nachkriegszeit ? Als es dann in der Wirtschafts-Aufschwungzeit auch mal Butter gab, wurde sie sofort automatisch zur  "Guten Butter".

Stimmt, das war Anfang der 60er - und "gute Butter" war dann irgendwie gleichzusetzen mit "Wohlstand". Deswegen hatte meine Oma wohl auch nur Butter und keine Margarine - die Butter war einfach ein Zeichen, daß es richtig aufwärts ging.


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Meersalz
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« Antwort #4 am: Dienstag, 06. Juni. 2006, 18:27:39 pm »

na lasst uns jetzt nix vormachen - butter ist auch heute noch vom geschmack her besser als magarine !!!



auch wenn ich nicht so eine oma hatte - bzw ich meine oma eigentlich gar nicht kenne weil sie sehr früh gestorben ist !
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marionb69
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« Antwort #5 am: Mittwoch, 07. Juni. 2006, 18:20:47 pm »

Meine eine Oma hat mit ihrer "guten Butter" auch gerne mal übertrieben  :wink:
Besonders beim "Butterbrot" wurde die Butter zentimeterdick aufgetragen...würg...die habe ich mir dann mit dem Messer wieder runtergekratzt...davor kann ich mich heute noch ekeln!

Lieben Gruss
Marion
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pmk1954
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« Antwort #6 am: Mittwoch, 07. Juni. 2006, 22:37:03 pm »

Die gute Butter, meine Oma tat sie auch immer überall dran und meine Mutter auch.Die hat die Butter sogar mit dem Messer in Scheiben geschnitten und so gegessen.
Aber auch in der heutigen Küche kann man nicht unbedingt auf Butter (in Maßen natürlich) verzichten, was wäre denn eine Buttercremetorte mit Magerine, oder die Hollandaise ohne Butter?
Ich ziehe fürs Butterbrot allerdings Magerine vor, denn durch den Butterwahn von Mutter und Omas mag ich Butter so nicht essen.

LG Petra
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gewitterhex5
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« Antwort #7 am: Donnerstag, 08. Juni. 2006, 01:08:03 am »

ja die gute Butter
aber bei uns gab es die nur aufs Brot und nur fürs Frühstück.Nie wäre Butter unter Wurst oder Käse gekommen,
gebacken  und gebraten wurde mit Sanella(war aber sehr lecker und die nehm ich heute noch).Hab noch nie ne Buttercreme mit Butter gemacht,;)
Wo unbedingt Butter drann mußte wurde es sparsam gemacht,nur bei den Pellkartoffeln nicht :D
Butter war teuer und es gab immer mal Sonderaktionen vom Staat da gab es billigere.Da prangte auch der Bundesadler drauf.Das war Butter die vom Staat für Notlagen zurückgelegt werden mußte.
Da sie ja nicht ewig hielt wurde sie wieder billiger verkauft.
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Gruss von der Hex

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« Antwort #8 am: Donnerstag, 08. Juni. 2006, 09:04:57 am »


Butter kenne ich so gut wie gar nicht. Meine Mutter - offenbar auch genervt durch riesige Butterberge - hat immer nur konsequent Margarine gekauft, und die wurde auch immer nur sehr sparsam verwendet. Und dabei ist es irgendwie geblieben - auch unsere Familie kennt im Grunde genommen nur noch Margarine.


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Senna
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« Antwort #9 am: Donnerstag, 08. Juni. 2006, 09:15:51 am »

Meine Oma hat diese immer gehortet. Wenn denn mal die "Gute Holland Butter " im Angebot war, mußten dann immer 10 Pakete gekauft werden und die wurden dann eingefroren.

Als meine Oma vor ein paar Jahren ins Altenheim mußte und wir ihre Truhe leer geräumt haben, haben wir davon noch ein paar abgelaufene in die Tonne geworfen.

Tja die alten Leutchen müssen immer alles horten.

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