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Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?

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Wir schreiben das Jahr 1960. Herr M. ist gerade auf dem Heimweg auf einer einsamen Landstraße, als er plötzlich aus unerklärlichen Gründen und durch ein unbekanntes Phänomen in ein Zeitloch geschleudert wird und zwei Millisekunden später Mitte des Jahres 2006 auftaucht. Bis er den Rückweg findet, muß er sich in dieser Welt zurechtfinden.

Und Herr M. ist geschockt, verzweifelt, irritiert – wie soll er in einer solchen Welt klarkommen?? Kann sich in "nur" 46 Jahren wirklich so viel geändert haben??

Er kennt nur die schweren, schwarzen Telefone der "Bundespost", moderne Handys sind für ihn unbegreiflich und reinstes Zauberwerk. Selbst Kinder und Jugendliche laufen telefonierend durch die Straßen und Geschäfte.

Er kann es nicht begreifen, daß es total normal ist, daß Autos auch über 200 oder 250 PS haben – und Airbags, Wegfahrsperre, Zentralverriegelung, ABS und Anti-Schlupf sind für ihn böhmische Dörfer.

Er sieht 13jährige mit Bierflasche und Zigarette auf der Straße und versteht nicht, daß sich kein Erwachsener darum kümmert und nicht sofort die Polizei einschreitet.

An jedem Kios liegen offen, auch für Kinder und jugendliche sichtbar, unzählige Zeitschriften mit nacktem Frauen aus – und die Polizei erscheint nicht und macht den Laden sofort dicht.

Eine Weltraumstation umkreist die Erde, im Gegensatz zu einer engen APOLLO-Kapsel ist der Space Shuttle das reinste Luxusgefährt und geräumig wie ein Haus.

CD-Player, DVD-Player, riesengroße Plasmabildschirme, Dutzende von Fernsehprogrammen, Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen, PayTV – seine Sinne und sein Technikverständnis rebellieren.

Man kann unzählige komplette Menüs kaufen, die man in einen kleinen Kasten namens "Mikrowelle" schiebt und die nach 2 Minuten servierfertig und heiß aus dem Kasten kommen.

Die heutigen Computer sind nur noch Zauberei – und jeder kann sich einen leisten! Und dann gibt es auch noch sowas wie das "Internet", wo man sein Leben lang Informationen lesen kann und doch nie fertig werden würde.

Er begreift einfach nicht, wie man mit einer Digitalkamera ein Bild macht, daß man sich sofort 2 Minuten später auf dem Computer angucken und sogar beliebig verändern kann. Auch diese Technik ist reinste Magie für ihn.

Manchmal versteht er sogar die Sprache der anderen nicht mehr, obwohl er Deutscher ist. So viele unbekannten Wörter, so viele "denglische" Wörter und Redewendungen.

Nennt mir weitere Beispiele aus dem täglichen Leben, was unserem armen Zeitreisenden alles passiert. Alles das, was für uns heute so total NORMAL ist, aber einen Erwachsenen aus dem Jahr 1960 total verblüffen, schocken oder schier in den Wahnsinn treiben würde - und worüber WIR nicht mal mehr nachdenken.

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creadoo
« am: Samstag, 12. August. 2006, 09:10:40 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #1 am: Samstag, 12. August. 2006, 09:46:42 »

Huhu Nostalgiker,

der arme Herr M. weiss nicht wie er bezahlen soll, er kennt den Euro nicht, tja und mit seiner DM in der Tasche kommt er nicht mehr weit 

LG - Samtpfötchen
creadoo
« Antworten #1 am: Samstag, 12. August. 2006, 09:46:42 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #2 am: Samstag, 12. August. 2006, 11:16:53 »

davon ab hatt herr m. sicherlich keine visa-card oder wenigstens eine schlichte ec-card.

herr m. würde wenigstens gerne telefonieren . NUR ...
da ist ja gar kein schlitz für das kleingeld ... naja... das es nun tasten gibt zum wählen
das würde er vermutlich schnell begreifen icon_smile

LG just

(eh cooole idee nostalgiker , da könn ma ne geschichte draus machen  icon_wink)
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creadoo
« Antworten #2 am: Samstag, 12. August. 2006, 11:16:53 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #3 am: Samstag, 12. August. 2006, 19:41:38 »


.....seinen Lohn erhält Herr M. nicht mehr in der Lohntüte, sondern völlig unpersönlich auf sein Girokonto bei der Bank, wo er heute auch nicht mehr von einem freundlichen Bankangestellten mit Namen angesprochen sondern von einem Automaten nach seiner Geheimzahl gefragt wird......

sollte der arme Herr M. nun aber über ein katastrophales Zahlengedächtnis verfügen......ohohohoh.........ohne die sofortige Abrufbarkeit von mindestens 25 mehrstelligen Geheimzahlen für diverse Autorisationen ist Herr M. heute völlig verraten und verkauft...... Hilfe
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creadoo
« Antworten #3 am: Samstag, 12. August. 2006, 19:41:38 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #4 am: Samstag, 12. August. 2006, 20:01:11 »

hey day icon_smile

mal ne kurze zwischenfrage *g*

welchen lohn von welchem job ??  icon_eek

das gäbe erst mal ein gesicht von herrn m.

LG just
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creadoo
« Antworten #4 am: Samstag, 12. August. 2006, 20:01:11 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #5 am: Samstag, 12. August. 2006, 20:51:13 »

Just.....du hast ja sowas von Recht.....

wahrscheinlich hat der Arbeitgeber von Herrn M. längst Konkurs anmelden müssen bzw. die Firma aus Kostengründen ins Ausland verlegt.....

Der arme Herr M. muss sich umgehend beim Dienstleistungsunternehmen "Bundesagentur für Arbeit" registrieren lassen, um überhaupt eine Daseinsberechtigung zu haben und diverse Statistiken zu füllen..... Liest Du

Leider ist er höchstwahrscheinlich auf Grund seines mittlerweile biblischen Alters absolut schwer oder überhaupt nicht mehr vermittelbar, was ihn völlig verwirren wird, weil er doch eigentlich im besten Mannesalter ist.......... wie

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creadoo
« Antworten #5 am: Samstag, 12. August. 2006, 20:51:13 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #6 am: Samstag, 12. August. 2006, 21:35:39 »


Herr M. erntet Gelächter, als er nach dem Einkauf im Supermarkt nach seinen Rabattmarken fragt. Und als die Kassiererin nach seiner PAYBACK-Karte fragt, damit sie diese durch den Scanner ziehen kann, teilt er mit, daß er gerne was KAUFEN und nichts ZURÜCKZAHLEN will und leider keine Ahnung davon hat, was ein "Skänna" eigentlich ist.

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creadoo
« Antworten #6 am: Samstag, 12. August. 2006, 21:35:39 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #7 am: Samstag, 12. August. 2006, 21:58:47 »

....überhaupt wird er von der Größe des Supermarktes und der Auswahl der Produkte völlig erschlagen sein.....hilflos steht er vor den Regalen und kann sich nicht entscheiden    icon_eek

Wo ist der Milchmann an der Ecke geblieben, bei dem man die Milch noch frisch in die Kanne oder Flasche abgefüllt bekommt? Milch in Pappkartons oder Plastikschläuchen????...tztztz

Wo der Tante Emma Laden, bei dem Herr M. persönlich bekannt war, täglich ein kleines Schwätzchen mit dem Inhaber und seiner Frau hielt und vielleicht kurz vor dem 1. auch nochmal anschreiben lassen konnte?

Wenn ich recht überlege, tut mir Herr M. sehr Leid......
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creadoo
« Antworten #7 am: Samstag, 12. August. 2006, 21:58:47 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #8 am: Sonntag, 13. August. 2006, 10:14:32 »

 als herr m dann so ziemlich geschockt auf einer parkbank sitzt
und so vor sich hin guggt ....
da kommt eine "oma" vorbei ...
das macht ihn noch mehr stutzig !

denn die "oma" läuft nicht an einem stock sondern "rennt" mit 2 stöcken an ihm vorbei.
ihr mann wartet schon länger eine bank weiter und hatt so seltsame schuhe mit 4
hintereinander laufenden rollen dran...

bei ihm , in seiner zeit , ja da saßen solche leute auf der parkbank und füttern tauben.
und wenn das nicht dann eben zu hause um schaukelstuhl und erzählten den kindern
märchen.

und überhaupt , die kleidung die diese älteren leute da tragen :
WAS um alles in der welt haben die da an ??  icon_eek

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #9 am: Sonntag, 13. August. 2006, 10:38:42 »

Und was ist im Fernsehen? Die sprechen und singen ins Microfon ohne Kabel.
Radios und Kameras, winzig klein. In den Tanzlokalen: Musik ohne echte Instrumente.
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creadoo
« Antworten #9 am: Sonntag, 13. August. 2006, 10:38:42 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #10 am: Sonntag, 13. August. 2006, 11:11:12 »

hach ... der tv kommt kommt ja erst dran ,  icon_wink
wenn er in einem der obdachlosenheime gelandet ist  icon_confused

das kennt er ja auch nicht ... sowas gab es nach dem krieg ,
für die , die ausgebombt waren !

aber nun ??

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #11 am: Dienstag, 15. August. 2006, 12:51:37 »

Ich hab in den 70ern noch die Milch mit der Milchkanne im Milchgeschäft gekauft (Bayern). Mitunter war sie im Sommer leicht "angesäuert" bis ich zuhause war  fies
Und heut ist die Milch in Tetrapaks verpackt und hält ein halbes Jahr...
creadoo
« Antworten #11 am: Dienstag, 15. August. 2006, 12:51:37 »

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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #12 am: Dienstag, 15. August. 2006, 13:34:10 »

Und erst die Frauen, sogar die alten sind noch gestylt, keine Omi mit Schneckenzopf mehr und frech sind die geworden, es fehlen einem echt die Worte. knutsch knutsch knutsch

LG Petra
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Re: Laßt uns spielen: Was erlebt ein Zeitreisender aus den 60ern im Jahr 2006?
« Antworten #13 am: Dienstag, 15. August. 2006, 13:49:29 »

Kennt ihr den Film  Forever young, mit Mel Gibson?
Da geht es genau um diesen Fall.
Seine Freundin kam bei einem Unfall ums Leben und er hat sich einfrieren lassen, bis eine Medizin gegen seine Krankheit erfunden wird....Sein Freund hat die Maschine erfunden. Leider Wird der Stützpunkt, auf dem die Maschine steht, aufgelöst und er vorzeitig "aufgetaut". Von ein paar Schuljungen, die neugierig waren.  Vom Jahr 1950undirgendwas ins Jahr 1992!! Sehenswert.

Grüßle

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