Gute, alte Zeit: "Bettwäsche recken" und Heißmangel

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Autor Thema: Gute, alte Zeit: "Bettwäsche recken" und Heißmangel  (Gelesen 2626 mal)
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« am: Sonntag, 03. September. 2006, 09:19:01 am »


Ich erinnere mich noch mit Grauen an meine "hausfraulichen Pflichten", die ich als JUNGE (wie grausam!) erledigen mußte, wenn meine Mutter ihren Waschtag hatte!

Nach dem Trocknen der Wäsche mußte ich meiner Mutter auf dem Speicher immer helfen, die Bettwäsche und andere großen Teile zu "recken". Die Laken wurden gezogen, gerade und über Kreuz, geschüttelt, zusammengewurstelt und dann wieder auseinander und was weiß ich noch alles. Und ich durfte nie zu fest ziehen, da meine Mutter sonst ins Stolpern geriet und losmeckerte.

Und dann kam die Wäsche in die Heißmangel, im Gegensazu zu den heutigen, modernen Bügelmaschinen ein riesengroßes, schweres Monstrum, das dampfte und zischte. Als meine Mutter noch keine Heißmangel hatte, ging sie immer zusammen mit anderen Frauen in eine Heißmangelei, davon gab es sogar zwei in unserer Siedlung, die es mehr auf "privater Basis" machten. Sie nutzen diesen Tag auch immer zu ausgiebiger Tratscherei und fanden es demzufolge sogar toll.

Komischerweise ist das Wäsche recken und das heißmangeln in unserer Familie total aus der Mode gekommen. Gereckt wird überhaupt nicht mehr, und ansonsten wird einfach mit einem Bügeleisen alles weggebügelt.

Wer kennt es noch - Wäsche recken und die gute, alte Heißmangel?

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angie37
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« Antwort #1 am: Sonntag, 03. September. 2006, 13:49:58 pm »

Hallo,

ja das kenne ich auch mit dem Zerren an 2 Seiten  :) . Habe meiner Oma oft geholfen als ich klein war.

Ich kann mich auch noch erinnern wie sie ihre Strümpfe in ein Handtuch der Länge nach einerollt hat. Dann haben wir sie in entgegengesetzter Richtung gedreht damit sie trocken wurden. 

Habe meiner Oma auch oft beim Strümpfestopfen zugeguckt und fand es klasse wenn sie in  meine Kniestrümpfe ein neues Gummi eingenäht hat weil die rutschten.

Ich glaube so etwas macht heut zu Tage keiner mehr.......alles viel zu zeitaufwendig.........und lohnen tut es sich wohl auch nicht mehr.

LG
angie
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gewitterhex5
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« Antwort #2 am: Sonntag, 03. September. 2006, 14:23:22 pm »

ja gereckt haben wir auch wie die Weltmeister ;)
Heißmangel war auch um die Ecke,daber dafür hatten wir kein Geld.
Darum wurde die Wäsche nach dem Recken eingesprengt(ein Schüsselchen mit Wasser und mit der Hand dann auf die Wäsche gesprengt)
aber in Zeiten des Weichspülers,des Trockners und Dampfbügeleisens braucht man das nicht mehr
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Gruss von der Hex

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angie37
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« Antwort #3 am: Sonntag, 03. September. 2006, 16:29:42 pm »

Mir fällt auch grad wieder Omas alte Wäscheschleuder ein........die wo man unten eine Schüssel hinstellen musste weil das Wasser rauslief.
Ich musste mich immer drauf setzen, damit das Ding nicht durch den Raum hüpfte  :grinsen: .
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Carocarmen
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« Antwort #4 am: Sonntag, 03. September. 2006, 19:42:40 pm »

Hallo

Auch ich musste meiner Mutter immer helfen. Wenn man mal nicht aufpasste flog es aus der Hand und Mutter schimpfte.

Eine Wäscheschleuder habe ich heute noch in meinem Keller stehen, ein Erbstück von meinem Opa. Bei Handwäsche nehme ich sie regelmäßig, legt man ein Kleidungsstück falsch herein, dann macht sie einen riesengroßen Krach und hüpft im Waschkeller herum, leider hilft dann die Schüssel davor auch nicht mehr viel.

LG Carmen
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marionb69
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« Antwort #5 am: Sonntag, 03. September. 2006, 21:23:23 pm »

Ach ja....bei uns hieß das "zuppeln"  :D

"Maaaaaaariiiiooooon, kommst Du mal bitte zuppeeeeeeeeeln???"
Und dann ging's los mit Bettwäsche hin und her reißen...zum Mangeln ist meine Mutter zum Glück immer alleine gegangen  :wink:

Lieben Gruss
Marion
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gewitterhex5
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« Antwort #6 am: Sonntag, 03. September. 2006, 21:54:55 pm »

mir fällt doch grad noch ein daß wir doch ab und zu zur Heißmangel gingen
das dampfte und roch so gut nach frischer Wäsche ;)
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WhiteTara
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« Antwort #7 am: Sonntag, 17. September. 2006, 19:44:06 pm »

Also bei uns hieß das "Wäsche zockeln"
Als ich noch ganz klein war, fand ich das toll: Da musste mein großer Bruder immer helfen und er hat mich dann mitten in die großen Laken hineingelegt - rund um mich herum nur lauter weißes Tuch und es hat ein wahnsinniges Geräusch gemacht, wenn man da drin liegt, aber ich fand das noch viel lustiger als in der Hängematte schaukeln und habe laut gekräht vor Vergnügen.

Kann mich auch dran erinnern, dass wir die Wäsche zur Heißmangel getragen haben.Später hatte meine Mutter einen eingene kleine Heimmangel.

Würde ich heute nie machen, meine Bettwäsche kommt ungebügelt wieder aufs Bett - zerknittert doch eh, wenn ich drin schlafe!

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LG WhiteTara

    
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Truels-Mom
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« Antwort #8 am: Sonntag, 17. September. 2006, 23:12:29 pm »

Naja, so richtig Wäsche zuppeln kenne ich nicht. Aber ich bringe meine Bettwäsche regelmäßig in die Heißmangel, denn 1. paßt die besser in den Schrank und 2. bekommt sie auch so ein frisches-Bettwäsche-Gefühl, was mit Waschen alleine eben nicht kommt. Dazu muß ich aber sagen, daß wir weder Biber- noch Jersey- oder Seersucker-Bettwäsche benutzen sondern die ganz glatte Baumwoll- bzw. Linnon-Qualität.
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micha9999
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« Antwort #9 am: Sonntag, 11. Februar. 2007, 00:15:52 am »

Hallo,
ich kenne das Bettwäsche recken auch noch gut. Aber könnt Ihr Euch noch an das Geräusch dabei erinnern?
liebe Grüße
Michael
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