Einschneidendes Kindheitserlebnis: Konfirmation und Kommunion

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Autor Thema: Einschneidendes Kindheitserlebnis: Konfirmation und Kommunion  (Gelesen 1480 mal)
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« am: Dienstag, 09. Mai. 2006, 19:35:41 pm »


Als Evangelen waren wir nie extrem "strenggläubig", aber die KONFIRMATION war natürlich auch bei uns ein Riesenereignis für die gesamte Familie!

Himmel hilf, war das alles ein Drama! Erst der "Konfirmandenunterricht", den ich immer so gehaßt habe, weil er mich vom Spielen abhielt. Dann die "Prüfung", die ja doch eher ein Witz war. Und dann der Tag aller Tage in der Kirche – schon morgens hatte ich Bauchschmerzen! Hoffentlich würde ich mich in der Kirche nicht so dämlich anstellen und vor Aufregung wohlmöglich noch stolpern oder sowas!

Die gesamte Familie war beim Gottesdienst anwesend. Alle waren total festlich gekleidet und teilweise total "aufgedonnert". Meine Mutter war vorher sogar beim Friseur gewesen. Nach dem Gottesdienst ging es nach nebenan in eine große Gaststätte, wo schon eine Tafel richtig feierlich gedeckt war – viele Kerzen, viele Spruchbänder, viel Grünzeug. Und alle waren so stolz auf das "große Kind"!

Und dann die Geschenke – Geld, Geld, Geld! Noch nie hatte ich so viel Geld auf einen Haufen gesehen, und das alles gehörte MIR! Hee, das würde für einen tollen Plattenspieler mit tollen Boxen und sogar einem kleinen Verstärker reichen – ich war REICH!

Danke nachträglich, lieber Vater, daß du dich gegen deine Ehefrau hast durchsetzen können und ich das Geld nicht "sparen" mußte – und du mit mir direkt am nächsten Tag in ein "Rundfunkgeschäft" gegangen bist und mir fachkundig beim Aussuchen geholfen hast!


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Birga
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« Antwort #1 am: Dienstag, 09. Mai. 2006, 20:49:15 pm »

Weil im Moment grade so viele Konfirmationen sind und auch der Sohn einer Freundin am Sonntag Konfirmation hat fällt mir auch grade vieles wieder ein.

Zum Frisuer war ich eine Woche vor der Konfirmation, ich durfte ENDLICH eine Dauerwelle, in meine mühsam gegen den Willen meiner Mutter langgezüchteten Haare, haben. Was war ich stolz, als ich wie ein Wischmopp nach Hause kam und dann der Schock nach der ersten Wäsche, als die Wellen sich langgezogen hatten... Naja mit einer ordendlichen Portion Schaumfestiger war das Problem dann in den Griff zu bekommen.

Anziehen durfte ich eine Matrosenkombination aus zusammenpassenden Bläser, Hosenrock und Bluse. Datum müsste der 05.05.1990 gewesen sein (wenn es denn eine Sonntag war, ansonsten war es der 07.05.) Mittagessen gab es im Gasthaus, das hatte mein Vater gleich nach der Anmeldung zum Konfirmandenunterricht bestellt, mein Vater hat meine Konfirmation leider nicht mehr miterlebt... Zum Kaffeetrinken ging es dann zu uns nach Hause, aber es war so eine Hitze, das wir in der Wohnung Kaffeetrinken mussten, weil uns sonst die Torten weggelaufen wären.

Von meinen Großeltern habe ich, glaube ich, einen 500 DM Schein bekommen, so einen hatte ich vorher noch nie in den Händen gehalten. Von meiner Mutter gabs einen Fotoapperat, von meinen Großeltern habe ich zusätzlich noch Goldschmuck bekommen (Entweder Kette und Ohrringe oder sogar beides zusammen, das weiß ich nicht mehr...) von meinem Onkel bekam ich ein Nagelpflegeset, das habe ich heute noch. Dazu kamen jede Menge Handtücher und natürlich auch noch ganz viel Geld (mir Fällt grade ein,d as ich sogar noch mehr Schmuck bekommen habe... eine Goldkette mit einem goldenen Steigbügel, ein paar Silberne Sporenohrstecker und 2 silberne Armkettchen). Von dem habe ich mir ein großes NEUES!!! Fahrrad gekauft (habe ich heute auch noch, allerdings ist die Gangschaltung kaputt) und eine Kompaktanlage (Auch diese habe ich noch, allerdings ist die auch nicht mehr ganz in Ordnung, aber als Fetenanlage reicht sie noch).


Und das Wichtigste nach der Konfirmation war der Schulfreie Montag. An dem Tag habee ich mich mit 2 anderen Freundinnen getroffen und wir haben uns von unseren Geschenken erzählt und sie gegenseitig bewundert.


Hach war das für eine schöne Zeit.....
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Viele Gr
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gewitterhex5
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« Antwort #2 am: Dienstag, 09. Mai. 2006, 22:35:09 pm »

nun
ich ging zur Komunion
das war alles sehr aufregend
schon der Unterricht beim Herrn Pfarrer.
Er war eigentlich sehr streng aber dort lernten wir ihn auch mal von der lustigen Seite kennen.
Einen Jungen(ein in meinen Augen ekliger Kerl denn er wollte sich immer lieb Kind machen) hat er sogar in den April geschickt.
Er sollte in einem Laden eine Lamperieleiter holen,er lief auch gleich los :D
natürlich kam er ohne wieder aber mit 5 Zigarren für den Pfarrer.
Der hat herzlich gelacht und die Sache aufgeklärt.
Für alle die es nicht wissen:Eine Lamperie nannte man bei uns die breite Sockelleiste unten an der Wand,aber so hoch daß man dafür eine Leiter braucht ist sie nun nicht :D.
Meine Mutter hat mein Kleid selber genäht,da gabs natürlich die lästigen Anproben.
Sogar Oma und Opa kamen aus der Zone zu Besuch.
In der Kirche war es sehr feierlich und ich war so aufgeregt und bin vor Ehrfurcht fast gestorben ;)
Da wir vorher nichts essen durften bin ich beinahe umgekippt.
Gefeiert wurde dann zu hause.
Geschenke gab es weiter auch keine,nur von meiner Oma ein "Köfferchen" mit Haarbürste Spiegel und so was
und Karten aus der Nachbarschaft und einige von der Verwandschaft.
Da hab ich heute noch welche von.
Bei meinen Kindern wars dann auch so daß wir bei uns gefeiert haben,die Geschenke wurden dann allerdings schon mehr ;).
Nur bei der Jüngsten gings dann schon in die Wirtschaft.
Heute hab ich so daß Gefühl,daß es fast nur noch um die Geschenke geht,uns ging es damals wirklich zu Herzen.
Gruß von der Hex
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Gruss von der Hex

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« Antwort #3 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 09:12:54 am »


Stimmt ja, an dem Montag darauf hatte man ja schulfrei!

Ich bekam zur Konfirmation extra einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und hellblauer Krawatte. Mit meinen langen, blonden Haaren wie Brian Conolly von den SWEET sah das echt zum Schießen aus!!

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landlady
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« Antwort #4 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 09:43:52 am »

Ja, an den Konfirmandenunterricht kann ich mich auch noch gut erinnern. Vor allem aber an die Konfifreizeit mit ganz gemeinem Geländespiel.
An der Konfirmaton rückte dann auch die ganze liebe Familie an mit Mittagessen in der Wirtschaft, Kaffe daheim und natürlich viele Geldgeschenke. Von der Nachbarschaft bekam ich Kochbücher und Handtücher damit war das Aussteuersammeln eröffnet.
Ich bin in den 80ern konfermiert worden und durfte einen grauen Anzug mit Tütentaschen haben. Darauf war ich sehr stolz, denn ich hatte eigentlich mit einem langweiligen Rock, Bluse und Blazer gerechnet.
Und am Tag danach hatte ich natürlich auch Schulfrei und habe dann am Nachmittag meine Freunde zum großen Kuchenfressen einladen dürfen.
Und jetzt hat nächstes Jahr schon meine Tochter Konfirmation.

Lg Landlady Anja


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« Antwort #5 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 09:44:50 am »

Lasst mal sehen wie hübsch ihr wart!!
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« Antwort #6 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 09:47:10 am »


Würde ich gerne, aber alle meine Jugendbilder sind komischerweise bei meinen Eltern in Monheim. Das ist 60 km von hier entfernt, ich werde am Wochenende mal ein paar "entführen", wenn ich bei Mutters Geburtstag bin.

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Birga
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« Antwort #7 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 09:58:06 am »

Ich muss mal gucken, ob ich in meiner Fotokiste was finde, leider sind ein ganzer Haufen meiner Fotos irgendwie verschollen.
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justme67
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« Antwort #8 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 10:09:53 am »

Hi,

na dann lass mich überlegen, was ich von meiner Kommunion noch weiß...
Also die Gruppenstunden waren immer ganz nett, dafür kann ich mich erinnern, dass bei einem Treffen in der Kirche (ich glaube es war Beichte angesagt) der Pfarrer quer durch die Kirche "Ruhe" geschrien hat - weil das Gebabbel kein Ende haben wollte.
Kurz vor der Generalprobe hatt ich dann auch noch eine Fischgräte in der Mandel stecken (von einem Fischstäbchen), die beim HNO unter meinem Würgereiz entfernt wurde...
Es war das letzte Jahr, in dem die Mädchen kurze Kleider trugen, zwei hatten schon ein langes Kleid...
Meine Mutter hat glaub ich 5000 Bilder von mir gemacht und ich hatte keinen Bock mehr auf Fotos...
Geld gab es nicht soo viel, es hat aber für einen Radiorekorder gelangt! Ansonsten gab es was für die Aussteuer, Handtücher, ein goldenes Kreuz mit Kette, eine Uhr usw...
Aber alles in allem war es schon schön...
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Liebe Grüße von
 

 
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« Antwort #9 am: Mittwoch, 10. Mai. 2006, 10:55:46 am »

Hallo,
Ein toller Tag war das. Ich war morgens schon total aufgeregt. Ich musste in der Kirche einen Psalm vorlesen und außerdem mich ja auch noch vor allen Leuten hinknien.
Nach der Kirche sind wir dann zu uns nachhause gefahren. Dort gab es Mittagessen und später dann auch Kuchen.
An Geschenken habe ich auch hauptsächlich Geld bekommen. Und eine Goldkette, die ich von meiner ein paar Wochen vorher verstorbenen Oma geerbt habe. Diese Kette ist noch heute etwas ganz besonderes für mich.
Am frühen abend (5 oder 6 Uhr) sollten meine Cousine, mein Bruder und ich einen Umschlag zu einem unserer Nachbarskinder bringen.
Was habe ich mich gewundert, dass dieses Mädchen (sie wurde mit mir zusammen Konfirmiert) schon wieder in ihren Alltagsklamotten rumlief. Ich war doch soooooo stolz auf mein neues Kleid und wollte es auch bis ich ins Bett ging nicht ausziehen.
Ich hänge mal ein Foto an. Einmal ich alleine und einmal mit Meiner Mama und einer Freundin meiner Mama.



* Scannen.jpg (388.07 KB, 1190x787 - angeschaut 109 Mal.)

* Scannen0001.jpg (456.56 KB, 1187x787 - angeschaut 107 Mal.)
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