Nostalgiker
Bastel-As
    
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« am: Dienstag, 25. April. 2006, 10:22:29 am » |
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Unbestreitbar hat die heutige Zeit ihre Vorteile: Toilette und Badezimmer sind Standard, die Autos sind sicherer, die Menschen leben durch den medizinischen Fortschritt länger, das Wasser ist sauberer, wir haben PC und Internet zur Erleichterung, höhere Arbeitssicherheit, Wäschewaschen und Geschirrspülen sind einfacher geworden, alleinerziehende oder ledige Mütter werden nicht mehr schräg angeguckt, Homosexuelle toleriert, und so weiter und so weiter.
Aber was ist mit den "zwischenmenschlichen Beziehungen" untereinander?
Was nützt der schönste technische Fortschritt, wenn der MENSCH an sich auf der Strecke bleibt und sich viele nur noch gegenseitig die Köpfe einschlagen? Wenn vieles nur noch aus "Ellbogen-Egoismus", Hektik, Streß und Übervorteilen und "Kohle, Kohle, Kohle" besteht?
Ich persönlich bin der festen Überzeugung, daß die Menschen früher noch einfach anders "tickten", es früher einfach "beschaulicher" und "wärmer" zuging und die Welt insgesamt ein freundlicherer Ort war – trotz RAF, Studentenunruhen und Vietnamkrieg.
Einige Beispiele:
Früher war das Familienleben einfach irgendwie intensiver. Früher gab es keine Alten- und Kinderfeindlichkeit. Früher waren Familien mit vielen Kindern angesehen und nicht "asoziales Pack". Früher bekam man eine Wohnung leichter mit Kindern als mit einem Hund. Früher zählten noch "alte Werte" wie Anstand, Moral, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft. Früher waren Klassenzimmer noch kein Waffenarsenal mit Messern, Pistolen und Totschlägern. Früher war es "feige", wenn man mit mehreren einen anderen angriff. Früher war bei einer "Prügelei" meist sofort Schluß, wenn der andere blutete – da wurde nicht mit 5 Leuten auf den am Boden liegenden eingetreten, bis er an einem Schädelbruch starb. Früher mußten Jugendliche nicht rund um die Uhr ihre "Ehre" verteidigen und jeden anmachen, der nur "verkehrt" guckte. Früher waren Kinder einfasch kreativer und GESÜNDER, weil sie nicht rund um die Uhr vor dem Fernseher, der Spielkonsole oder dem PC hockten, sondern draußen tobten. Früher sah man keine 13jährigen, die besoffen, rauchend und pöbelnd alte Leute anmachten. Früher gab es noch nicht diesen kranken "Markenwahn" – da zählte noch, was man konnte und nicht, was man hatte. Früher dauerte es nicht 35 Minuten (!!), ehe nach einem Verkehrsunfall der erste anhielt (siehe wiederholte Tests von ADAC und der Verkehrswacht) Früher schauten Erwachsene nicht teilsnahmslos weg, wenn 3 Jugendliche einen Wehrlosen anpöbelten. Früher mußte ein Autofahrer nicht befürchten, gleich aus dem Auto gezerrt und brutal zusammengeschlagen zu werden, wenn er einem anderen mal einen Vogel zeigt.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Sehe ich das zu "nostalgisch"? Oder ist da was dran? Was ist Eure Meinung?
Nostalgiker
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Nostalgiker
Bastel-As
    
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« Antwort #3 am: Dienstag, 25. April. 2006, 12:26:22 pm » |
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Zwei aktuelle Beispiele aus meinem eigenen Umfeld:
Bushaltestelle Im "Wartehäuschen" an einer Bushaltestelle sitzen fünf Zwölf- bis Vierzehnjährige zusammengequetscht auf der Bank, ein Junge und ein Mädchen rauchen ungeniert. Zwei andere Jungen unterhalten sich, wobei sie in Abständen von fünfzehn Sekunden immer wieder auf den Boden rotzen. Nein, sie spucken nicht einfach auf den Boden, sie rotzen auf den Boden! Eine alte Frau taucht auf, aber niemand kommt auf die Idee, ihr einen Sitzplatz anzubieten – obwohl man auf den ersten Blick sehen kann, daß sie nicht mehr so gut zu Fuß ist. Im Gegenteil, nach einem mehr oder weniger vorwurfsvollen Blick der alten Frau beginnen sie, sich über sie lustig zu machen und verächtliche Grimassen zu schneiden. Ich gehe zu den Jugendlichen und frage sie, ob sie der alten Frau nicht einen Sitzplatz anbieten möchten. Sofort werde ich von den drei Jungen von oben bis unten taxiert – gerade so, als wenn sie gerade ihre Chancen ausrechnen, ob sie mit "Drei gegen Einen" erfolgreich sein könnten. In Anbetracht meiner 1,93 m und meiner 107 Kilogramm und meinem eher finsteren Gesichtsausdruck kommen sie dann aber wohl zu dem Schluß, daß sie es besser nicht versuchen und trollen sich ein paar Meter weiter. Auch die Mädchen stehen auf und gesellen sich zu den Jungen. Die alte Frau schaut mich dankbar an und setzt sich. Und was sagt sie? "Vielen Dank, junger Mann, das ist ja so selten, daß sich noch jemand um sowas kümmert! Ich selbst traue mich ja nicht mehr zu fragen, meistens werde ich dann beschimpft oder ausgelacht."
Supermarkt In unserem Supermarkt stehen drei junge Burschen – alle ungefähr vierzehn bis sechszehn – neben einer alten Frau vor dem Zeitschriftenregal und schubsen und knuffen sich lachend, während sie durch die Computerzeitschriften blättern. Dabei schlägt einer von ihnen beim Zurückstolpern der alten Frau die Handtasche herunter, sie fällt auf den Boden. Der Junge schaut kurz die Frau an und mit einem schnellen Blick auf die heruntergefallene Handtasche – dann dreht er sich ohne jede Entschuldigung einfach wieder um und widmet sich seinen Freunden. Ich packe den Jungen am Arm und frage ihn, ob er nicht die Handtasche aufheben möchte. Und es passiert das gleiche wie an der Bushaltestelle! Alle drei werden sofort todernst und bekommen einen Blick, als wenn sie sich auf mich stürzen wollen. Erst als ich mich so ein wenig in einer Drohgebärde" aufplustere" und provozierend: "Irgendwelche Probleme, Jungs? Dann klären wir das direkt HIER und JETZT!" sage, hebt er die Tasche auf und gibt sie der alten Frau. Dann verschwinden alle drei ohne ein weiteres Wort.
Solche traurigen Fälle lassen sich immer wieder beobachten – und sie fallen trotzdem immer noch unter die Rubrik "Kleinigkeiten".
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fliesen-fux79
Bastel-Freak
  
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« Antwort #5 am: Dienstag, 25. April. 2006, 13:10:21 pm » |
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Ich bin grad mal 27 Jahre alt aber wenn ich die heutigen kids anschau dann bekomm ich das große  Ich hätte mich nicht getraut mit 13 oder 14 einen ältern dumm an zu machen jetzt ist es standart. Ich denke aber das ein Teil der Schuld die Eltern tragen Man bringt ja den Kindern heut zutage nicht einmal bei Bitte und Danke zusagen. Meine kleine Tochter wird von Erwachsenen schief angeschaut weil sie mit ihren 3 Jahren Guten Tag und Auf Wiedersehen sagt, ist das so schlimm? Ich wohne in einem kleinen Dörfchen mit ganz viel Wald man sieht aber fast keine Kinder draußen spielen TV und und Videogames das ist das wichtigste, was das bitte für eine tolle Kindheit sein soll frag ich mich. LG Raquel
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Liebe und akzeptiere die Person, die du jetzt bist, nicht die, die du sein wirst oder sein sollst
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