Ende der Siebziger hat meine Mutter mal eine Bastelgruppe im Jugendheim geleitet. Da wurde Tauchlack( habe sogar noch ein Buch davon), Emaille, Strumpfhosenblumen und Wäscheklammeruntersetzer gemacht.
In das Schmelzgranulat haben wir getrocknete Blumen eingegossen.
Besonders erinnere ich mich an Laternen, wo man einen Bogen Papier mit Kerzenwachs volltropfte und danach mit Wasserfarben drübermalte. Das mehrfach abwechselnd und am Schluss den Kerzenwachs abkratzen. Während dem Martinsumzug oder danach beim
singen (betteln ) gehen, brannte die Laterne dann meist ab.
Drachenbasteln aus Holzleisten und Transparentpapier war auch unsere Sache. Die blieben aber fast immer in den Hochspannungsleitungen hängen.
Dann haben wir noch Fallschirme aus Plastiktüten gebaut. Einen Kreis aus der Tüte ausschneiden, am Rand Löcher machen und Kordel dranknoten. Unten an die Schnüre kam eine Figur. Den Schirm mußte man zusammenknüllen und dann in die Luft werfen.
Mit meiner Schwester habe ich mit Wasserfarben auf eine Hälfte Papier gemalt und dann zugeklappt. Das gab ein schönes Muster. Wir haben zu der Zeit Bilder immer an die Decke gehängt anstatt an die Wand oder für einen Groschen verkauft. Wir bekamen einen Groschen und durften oder
mussten die Bilder trotzdem behalten.
Beim Schreiben fällt mir immer noch mehr ein. z.B. gestrickte oder gehäkelte Topflappen. Meine Mutter hat sich immer durch die Finger verbrannt bei meinen verlorenen Maschen. Gehäkelte Kissen in Stäbchenmuster oder Knüpfkissen.
Genug jetzt
lg Heike