Mond in der Jungfrau
Darmprobleme
Die geistige Einladung für Darmprobleme: »Ich habe einfach zu wenig Zeit, all das richtig zu verdauen. Und wenn ich die Zeit hätte, schaue ich lieber weg und lenke mich ab. — Mir ist so langweilig!«
Vergangenes muss richtig verdaut werden. Und es gibt kein größeres Abenteuer als der Wirklichkeit vorbehaltlos, ohne Zorn, Bedauern und Selbstkritik ins Gesicht zu schauen. Nichts gibt es dabei zu verlieren, alles jedoch zu gewinnen!
Was könnt Ihr tun: Viele Menschen mit Darm- und Verdauungsproblemen neigen zu übertriebenen Maßnahmen. Meist steckt wie so oft Ungeduld dahinter, die Erwartung schneller Resultate. Jahrelang geübte Verhaltensweisen und Eßgewohnheiten lassen sich jedoch nicht über Nacht ändern, und selbst wenn:
Der Körper reagiert nur langsam auf Umstellungen, so wie ein verwöhnter Boden langsam auf natürliche Anbauweisen reagiert. Er braucht Zeit, um sich wieder an das Natürliche und den Rhythmen der Natur Angepasste zu erinnern. Der Darm muss oft erst wieder die eigenen Signale wahrnehmen lernen.
Nicht selten ist zuviel Rohkost der auslösende Faktor von Darmproblemen. Sie ist sicherlich sehr gesund, aber oft wird damit übertrieben. Generell muss die Ernährung fast immer etwas umgestellt werden, um mit Darmproblemen fertig zu werden. Manchmal sind auch verschobene Wirbel beteiligt, besonders der 6. und 12. Brustwirbel sowie der 1. Lendenwirbel. Ein Chiropraktiker wird Ihnen Genaueres sagen können.
Verstopfung
Die geistige Einladung für Verstopfung: »Die Vergangenheit hat mir mehr zu bieten als Gegenwart und Zukunft. Und außerdem: Wer schenkt mir schon was? Von mir bekommt ihr nichts. — Überflüssig? Nichts ist überflüssig.«
Gegenmittel: Die Einsicht, dass das letzte Hemd keine Taschen hat. Lebenskunst bedeutet, allezeit mit leichtem Gepäck zu reisen, in Gedanken wie in der Welt.
Was könnt Ihr tun: Meist ist eine falsche Ernährung das Grundübel. Die Zusammenstellung Eurer Ernährung sollte jedenfalls nicht nur »gesund«, sondern auch auf Euren persönlichen Geschmack abgestimmt sein. Nichts in den Körper hineinstopfen, was Ihm widerstrebt, nur weil in irgendeinem Buch steht, dass es angeblich gesund sei. Im übrigen gibt es zahlreiche natürlich wirksame Mittel, um einen trägen Dickdarm in Schwung zu bringen — etwa den Brottrunk. Die Schädlichkeit einer Dauereinnahme von Abführmitteln sei hier zum tausendsten Mal erwähnt. Wer seinen Muskeln, Knochen und Organen die ureigene Arbeit abnimmt, sollte sich nicht wundern, wenn sie sich schlafen legen oder gar verkümmern.
Ein Glas lauwarmes Wasser, etwa vor dem Frühstück getrunken, kann Wunder wirken. Sehr bewährt hat sich auch eine kurze Gymnastikübung: Ziehen Sie morgens vor dem Aufstehen im Liegen zuerst das rechte Knie eine Minute lang mit beiden Händen an die Brust, dann eine Minute lang das linke Knie, und schließlich eine Minute lang beide Knie. Diese Übung hat sogar schon hartnäckige Fälle von Verstopfung behoben, manchmal innerhalb von zwei bis drei Tagen. Die Wirkung beruht wohl auf der sanften Druckbewegung von rechts nach links, in die der Dickdarm versetzt wird — der natürliche Wanderweg verdauter Nahrungsreste.
Die Farbe Gelb in der Kleidung kann sich günstig auf eine träge Verdauung auswirken. Heilpraktiker haben sehr gute Erfahrungen mit Fußreflexzonenmassage gemacht, kombiniert mit Farbtherapie (eventuell an den Fischetagen). Die Patienten können meist schon nach kurzer Zeit auf Abführmittel verzichten.
Durchfall
Was könnt Ihr tun: Auch hier ist die Ernährung ein entscheidender Faktor. Über Durchfall und sämtliche anderen Krankheitsbilder könnte Euch jeder Arzt ganze Bücher voll predigen. Wir wollen diese Arbeit nicht ersetzen oder nur nachplappern. Überlegt in Ruhe und ohne das Gefühl, sich vor irgendjemandem rechtfertigen zu müssen, was genau Ihr da so schnell loswerden wollt. Verliert jedoch nicht aus den Augen, dass nicht jedes körperliche Problem nur seelisch bedingt ist. Vielleicht war nur die mexikanische Suppe von gestern etwas zu scharf gewürzt?
Meiden Sie die Farbe Gelb in Eurer Kleidung, sie wirkt sich bei Durchfall schädlich aus.
Übergewicht
Die geistige Einladung für Übergewicht: »Wie kann ich mich vor der Verletzung meiner Gefühle schützen? Ich werde euch das niemals verzeihen! (Generell). — Man hat mich ausgetrocknet. Echte Liebe habe ich niemals bekommen (Arme). — Jetzt kann ich auch auf eure Unterstützung verzichten. Als ich euch brauchte, habt ihr mir nicht geholfen (Bauch). — Meinen Eltern werde ich das nie verzeihen (Hüften). — Meinem Vater werde ich das nie verzeihen (Oberschenkel). «
Unversöhnlichkeit, nicht Verzeihen können und Hass ist fast immer das Ergebnis enttäuschter Erwartungen und zu hoch gesteckter Idealvorstellungen. Mit anderen Worten: Das Gegenüber ist nicht schuld an den eigenen Gefühlen. Wir werden nicht mit dem Recht auf Erfüllung von Erwartungen geboren. Auch wenn uns Eltern, Mitmenschen, Werbung, Wirtschaft und Politik mit der gegenteiligen Behauptung in den (alptraumbelasteten) Schlaf wiegen wollen.
Was können wir tun: Niemals vergessen, dass kein Mensch glücklich ist, nur weil er schlank ist — und kein Mensch unglücklich, nur weil er übergewichtig ist. Es sei denn, Ihr reden es Euch ernsthaft ein. Solange die Kassen der »Schlank ist glücklich«- Philosophen klingeln, werden Sie für diese Überzeugung mühelos viel Applaus bekommen. Der Nährboden für echtes Glück wird jedoch immer im eigenen Kopf und Herz bestellt, Maße und Gewichte spielen hier keine Rolle.
Das Vertrauen zu Essensregeln und Schlankheitsdiäten, um nicht krankheitsbedingtes Übergewicht loszuwerden, ist oftmals genauso groß wie die Unwilligkeit, seinen eigentlichen Ursachen ins Auge zu schauen. Haltet Euch vor Augen: Das einzige, was eine Diät bewirkt, ist die Steigerung der Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Übergewicht zurückkehrt und jetzt noch länger haften bleibt. Übergewicht entstand aufgrund einer Gewohnheit — Eurer Gewohnheit. Ausschließlich die klare Einsicht in die Natur dieser Denk- oder Verhaltensgewohnheit führt zu einer Änderung zum Besseren — sei es, dass Ihr nun das Übergewicht fröhlich annehmt oder fröhlich abschmelzen lasst. Wer kann Euch diese Einsicht vermitteln? Eine Diätvorschrift? Ein anderer Mensch? Ein Buch?
Thema Fasten — ein kürzerer oder längerer Zeitraum ohne jede feste Nahrung, in den letzten Jahren in »Mode« gekommen, um zu entgiften und abzunehmen.
Bauchspeicheldrüsenprobleme
Die geistige Einladung für Probleme mit der Bauchspeicheldrüse: »Nichts macht mir mehr Freude im Leben. Irgendwie geht alles an mir vorbei. Da ist nichts Süßes mehr, was meine Zunge erfreut.« Manche Menschenzungen sind so sehr an Bitteres gewöhnt, dass selbst das Süße, die schönen Seiten, die jeder Tag zu bieten hat, durch den Filter der Wahrnehmungskraft fallen. Wie eine betäubte Zunge wecken, wie eine dunkle Brille abnehmen? Vielleicht durch die Einsicht, dass man sich die Brille selbst aufgesetzt hat. Die Entscheidung darüber, ob ich betrübt bin, weil mein Glas schon halb leer ist, oder ob ich mich freue, dass das Glas noch halb voll ist, liegt immer bei mir. Und so lange Ihr diese Zeilen lesen könnt oder vorgelesen bekommt, ist Euer Glas immer halb voll, zu jedem Zeitpunkt Eures Lebens.
Was könnt Ihr tun: Verzichtet vorbeugend auf weißen Zucker. Weißer Zucker besteht aus nichts. Er enthält nichts, was der Körper wirklich braucht, um sich gesund zu erhalten. Jeglicher Bedarf an Kohlenhydraten (Starke aus Getreide, Gemüse, Obst, Kartoffeln, etc., in der Leber zu Zucker umgewandelt) könnt Ihr mit mehr Gewinn aus anderen Nahrungsmitteln decken.
Nichts ist einzuwenden gegen den Hunger auf Süßes, und wenn Ihr ihn stillen müssen, stillt ihn auch. Es genügt, wenn Ihr wisst, dass er andressiert ist und dass Süßigkeiten meist nur Ersatz für die wahre Süße des Lebens sind, die wir mit überzogenen Erwartungen vergraulen. Die Entscheidung, aus dieser Einsicht zu lernen, liegt bei Euch. (Honig ist übrigens kein guter Ersatz für Zucker. Es gibt gar nicht so viele Bienen, wie Honig auf der Welt verkauft wird. Sie werden zudem meist mit Zucker gefüttert.)
Grüssli von Christa