Altersarmut

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Autor Thema: Altersarmut  (Gelesen 2792 mal)
NinaFe.
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« am: Dienstag, 21. Juni. 2011, 18:57:27 pm »

Gerade einen schockerenden Beitrag im Fernsehen gesehen, dass in Zukuft die Altersarmut rapide ansteigen wird.
Was meint ihr dazu nur Panikmache? Die Webseite http://www.kredit-und-finanzen.de/ratgeber/altersarmut.html hat weitere Informationen dazu.
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Tags: Altersarmut 
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Holzbastelmaus
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« Antwort #1 am: Mittwoch, 22. Juni. 2011, 09:52:40 am »

Hallo!

Mit dieser Panikmache und der Rentenangst verdienen sich tausende Finanzdienstleister eine goldene Nase. Grundsätzlich muß man sich aber schon  Gedanken machen. Es ist wie mit der Berufstätigkeit. Früher ist Papa arbeiten gegangen und Mutti kümmerte sich ums Haus. Und sie konnten ein bescheidenes Leben führen, manche schafften es sogar ein Häuschen zu bauen. Heutzutage wenn die Frau nicht arbeitet endet man im sozialen Abseits.


LG

Holzbastelmaus
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« Antwort #2 am: Mittwoch, 22. Juni. 2011, 14:45:49 pm »

Na ich hoffe mal das ich nicht im Abseits lande...Aber trotzdem stimmt es schon, man sollte sich Gedanken machen.
Panikmache ist es schon aber nicht nur denke ich.

lg
hexep
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« Antwort #3 am: Freitag, 24. Juni. 2011, 06:32:51 am »

Bei der stetigen Abnahme von "normal" bezahlten Jobs und der ständigen Zuname der Minijobs oder nur noch Teilzeitstellen, kann niemand mehr für das Alter eine ausreichende Rente bekommen oder gar vorsorgen.

Man sieht es doch überall wieviel Rentner Prospekte und Zeitungen austragen oder andere kleine Mini-Jobs ausführen müssen

Das ist keine Panikmache sondern wir sehen es täglich :glubsch:
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BernhardRoesch
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« Antwort #4 am: Samstag, 25. Juni. 2011, 19:12:33 pm »

Hallo
ist keine Panikmache , sondern traurige Reallität.
Meine Mam, bekommt mit Witwenrente mehr als meine Frau (6 Stunden) und ich (minnijop knapp 400€) zusammen.
Da brauch ich gar nicht lange überlegen wie hoch unsere Rente mal ausfällt. Mindestrente!!!!!
Wir hatten das Pech das wir in der DDR geboren wurden und nun in den letzten 10 Jahren bis zur Rente nicht mehr "Leistungsfähig" sind.
VG br
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:bye: Viele Grüße Bernhard
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makuflo
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« Antwort #5 am: Samstag, 25. Juni. 2011, 19:48:32 pm »

Es ist für jeden wichtig, für#s Alter vorzusorgen.
Leider ist das Problem bereits seit den 60iger Jahren bekannt. Da wurde dazu eine Studie erstellt.
Ich frage mich nur, warum die Regierung sich permanent weigert das Rentensystem umzustellen.
Es wäre doch gar nicht so schwer. Ab einem Stichtag geborene müssen sich selbst um die Rente kümmern. Wenn ich bedenke welche Summen ich jeden Monat ian die gesetzliche zahlen, dann würde ich dieses Geld gern in eine private Vorsorge stecken.
Allerdings müsste dieses Geld auch für die Reg. tabu sein. Es dürfte also niemals als Vermögen in Notsituationen ( AlgI + II ) angerechnet werden.
Vor dem Stichtag geboren könnten gestaffelt Eigenvorsorge treffen.

Ich höre jetzt schon einige rufen: So geht das nicht. Aber warum nicht? Schaut auf eure Lohnzettel und ALG-Bescheide.
Und bei dem späteren Renteneintrittsalter ging das auch. Die Reg. will das nur nicht, weil sie dann für die Zeit bis zur kompletten Selbstabsicherung der Bürger, Gelder für alle die, die bereits in Rente und kurz davor stehen, Gelder freimachen müsste. Nur wurde das Problem bewußt so geschaffen.

Übrigens ist das jetzige Rentensystem ein staatlich anerkanntes Schneeballsystem.
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BernhardRoesch
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« Antwort #6 am: Samstag, 25. Juni. 2011, 22:08:43 pm »

Hallo
Bei deiner aussage vergißt du nur eins, das Rentensystem, überhaupt unser Sozialsystem  ist so gedacht das auch die sozial schwachen und die nicht so leistungsfähigen Mitglieder unserer Gesellschaft auch bis zum Schluß in Würde leben können aber es giebt eben auch welche die das abschaffen wollen und sagen  "man solll sich privat versichern und private Vorsorge treffen"   und gerade deshalb sieht es so schlecht im Sozialstaat aus.
Frag mal ein Afroamerikaner in der USA was er von unseren Rentensystem hält.
Vg br
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makuflo
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« Antwort #7 am: Samstag, 25. Juni. 2011, 22:42:00 pm »

Ganz so ist es nicht. Das geamte System steht leider auf sehr wackligen Beinen.
Ich finde es nur sehr empörend das einerseits die Selbstvorsorge empfohlen wird und anderer seits das was man sich erarbeitet hat nicht sicher ist, wenn man in eine Notlage gerät.
Viele haben sich über Versicherung und Co. eine Zusatzrente mühsam angesparrt, ein Haus gebaut und ähnliches und sind durch Krankheit, Firmenpleiten u.s.w. ins Harz4 gerutscht. Ich persönlich kenn mehrer Familien die das betrifft. Ich finde es einfach unfair, das diese Güter nicht sicher sind in solchen Situationen. Man muss sein Vermögen aufbrauchen ( bis zu einem gewiisen Satz ) und kann dann erst Leistunegn beziehen. Nur leider ist das, was man haben darf nicht ausreichend um seinen Lebensabend gut zu verbringen.
Es betrifft das gesamte System - nicht zur die Rentenabsicherung.

Unterstützungen sollten niemals wegfallen, Der Gedanke des Sozialsystems ist gut, nur leider funtioniert es nicht.
Die Probleme sind sehr vielschichtig. Man kann auch nicht nur einen Punkt des Sozialsystems reformieren. Alles greift ineinander. Arbeitsmarkt und Sozialsystem können nunmal nur gemeinsam funktionieren. Und auch die Wirtschaft dafr dabei nicht aussser acht gelassen werden. Es hängt nunmal alles zusammen.

Und doch ist das Rentensystem ein staatliches Schneeballsystem. Das ist doch auch die Ursachen dafür, dass derzeitig wieder extrem vor der Altersarmut "gewarnt" wird. Zuwenig Einzahler und zu viele Rentner.
Damit sind wir wieder beim Arbeitsmarkt, der Wirtschaft und dem Sozialsystem.
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makuflo
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« Antwort #8 am: Sonntag, 26. Juni. 2011, 00:06:32 am »

Auch wenn es vielleicht jetzt so aufgefasst wird/werden kann, bin ich weder gegen die Bundesrepublik noch gegen das Sozialsystem als solches.

Mir ist auch vollkommen klar, dass Änderungen nicht von heut auf morgen möglich sind. Zudem kann niemand es allen recht machen. Es wird immer Unzufriedene geben. Das liegt in der Natur des Menschen, denn nur dadurch wurden die Fortschritte in jeder Gesellschaft erst möglich.

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flobi
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« Antwort #9 am: Sonntag, 26. Juni. 2011, 06:43:16 am »

Glaubt aber nicht, dass diese Probleme nur in Deutschland zu finden sind. Hier in Österreich herrschen ähnliche Zustände.

Wir haben zwar kein Harz4, bei uns bekommt man nach Ablauf der Arbeitslosenunterstützung "Sozialhilfe". Diese bekommst du aber nur, wenn du absolut nix mehr hast. Du darfst kein Eigenheim haben, du darfst kein Auto haben und du darfst auch nix am Sparbuch haben.

Hast du "normale" Pension, also mit entsprechendem Alter und entsprechenden Versicherungszeiten darfst du dazu verdienen (momentan sinds glaub ich ca. 3000,-- im Jahr) - sprich du darfst dir einen Nebenjob suchen - aber auch nur dann, wenn du keine Ausgleichszulage beziehst. Diese bekommt man als Differenz, wenn die Pension unter 755,-- mtl. netto liegt.
Sobald du als Bezieher dieser Ausgleichszulage ein Zusatzeinkommen hast, wird diese sofort gestrichen, versteuert werden dann beide Einkommen extra, aber mit dem Steuersatz des "gesamten Einkommens".

Da Österreich ja ein sehr soziales System hat, gibts dann doch diverse Beihilfen, die man als Mindespensionist bekommt - oder was.

Wohnbeihilfe - nur dann, wenn die Wohnung nicht grösser als 60 qm ist - wenn mehr sollte man die Wohnung wechseln. Das ist aber ja auch mit Kosten verbunden. Ich z.B. hab 95 qm und zahle 320,-- Miete. Würde ich heute im selben Haus eine kleinere Wohnung mieten, würde ich ca. 600,-- bezahlen. Wo ist da bitte der Sinn dahinter?

Das selbe System beim Heizkostenzuschuß.

Dann wurde in Wien vor einigen Jahren der Mobilpass eingeführt. Damit kann man billiger mit den Öffis fahren, hat diverse Ermäßigungen bei Sport und Kultur usw.  Es hieß für ALLE, die unter einem bestimmten Einkommen sind.
Ja, Sozialhilfeempfänger bekommen diesen Pass wirklich. Jeder, ob 20 oder 60 Jahre alt.
Beziehst du eine Witwenpension, dann bekommst du diesen Mobilpass erst mit 60 Jahren und nicht früher. Ergibt für mich auch keinen Sinn.

Ich hatte, als mein Mann plötzlich starb, natürlich Geldprobleme. Entstehen ja auch diverse Kosten, wie Begräbnis, Notar usw.
Bei uns hat man die Möglichkeit eine finanzielle Unterstützung zu bekommen in solchen Fällen. Ja denkste. Ich hätte müssen unser Haus verkaufen - war damals 1. nicht schuldenfrei, wir habens erst 4 Jahre vor dem Tod gekauft, und 2. hätte ich es verkauft, hätte ich Spekulationssteuer dafür bezahlen müssen, weil es noch nicht 10 Jahre in unserem Besitz war. Und diese lag damals bei ungefähr 30 %.
Ich habs mit Hilfe meiner Mutter und Schwiegermutter und der Abfertigung der Firma meines Mannes hingekriegt - heute ist mein Haus schuldenfrei - aber was macht jemand der keine familiäre Hilfe hat?

Aber genug mit meckern - unsere Ahnen hatten all das nicht und waren zufrieden. Wahrscheinlich sogar zufriedener als wir heute.
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