NinaFe.
Gast
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« am: Dienstag, 21. Juni. 2011, 18:57:27 pm » |
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Gerade einen schockerenden Beitrag im Fernsehen gesehen, dass in Zukuft die Altersarmut rapide ansteigen wird. Was meint ihr dazu nur Panikmache? Die Webseite http://www.kredit-und-finanzen.de/ratgeber/altersarmut.html hat weitere Informationen dazu.
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makuflo
Senior-Bastler
    
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Ich bin auf creadoo...
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« Antwort #7 am: Samstag, 25. Juni. 2011, 22:42:00 pm » |
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Ganz so ist es nicht. Das geamte System steht leider auf sehr wackligen Beinen. Ich finde es nur sehr empörend das einerseits die Selbstvorsorge empfohlen wird und anderer seits das was man sich erarbeitet hat nicht sicher ist, wenn man in eine Notlage gerät. Viele haben sich über Versicherung und Co. eine Zusatzrente mühsam angesparrt, ein Haus gebaut und ähnliches und sind durch Krankheit, Firmenpleiten u.s.w. ins Harz4 gerutscht. Ich persönlich kenn mehrer Familien die das betrifft. Ich finde es einfach unfair, das diese Güter nicht sicher sind in solchen Situationen. Man muss sein Vermögen aufbrauchen ( bis zu einem gewiisen Satz ) und kann dann erst Leistunegn beziehen. Nur leider ist das, was man haben darf nicht ausreichend um seinen Lebensabend gut zu verbringen. Es betrifft das gesamte System - nicht zur die Rentenabsicherung.
Unterstützungen sollten niemals wegfallen, Der Gedanke des Sozialsystems ist gut, nur leider funtioniert es nicht. Die Probleme sind sehr vielschichtig. Man kann auch nicht nur einen Punkt des Sozialsystems reformieren. Alles greift ineinander. Arbeitsmarkt und Sozialsystem können nunmal nur gemeinsam funktionieren. Und auch die Wirtschaft dafr dabei nicht aussser acht gelassen werden. Es hängt nunmal alles zusammen.
Und doch ist das Rentensystem ein staatliches Schneeballsystem. Das ist doch auch die Ursachen dafür, dass derzeitig wieder extrem vor der Altersarmut "gewarnt" wird. Zuwenig Einzahler und zu viele Rentner. Damit sind wir wieder beim Arbeitsmarkt, der Wirtschaft und dem Sozialsystem.
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flobi
Forum-Ureinwohner
    
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Hunde- und Creadoo-Süchtel
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« Antwort #9 am: Sonntag, 26. Juni. 2011, 06:43:16 am » |
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Glaubt aber nicht, dass diese Probleme nur in Deutschland zu finden sind. Hier in Österreich herrschen ähnliche Zustände.
Wir haben zwar kein Harz4, bei uns bekommt man nach Ablauf der Arbeitslosenunterstützung "Sozialhilfe". Diese bekommst du aber nur, wenn du absolut nix mehr hast. Du darfst kein Eigenheim haben, du darfst kein Auto haben und du darfst auch nix am Sparbuch haben.
Hast du "normale" Pension, also mit entsprechendem Alter und entsprechenden Versicherungszeiten darfst du dazu verdienen (momentan sinds glaub ich ca. 3000,-- im Jahr) - sprich du darfst dir einen Nebenjob suchen - aber auch nur dann, wenn du keine Ausgleichszulage beziehst. Diese bekommt man als Differenz, wenn die Pension unter 755,-- mtl. netto liegt. Sobald du als Bezieher dieser Ausgleichszulage ein Zusatzeinkommen hast, wird diese sofort gestrichen, versteuert werden dann beide Einkommen extra, aber mit dem Steuersatz des "gesamten Einkommens".
Da Österreich ja ein sehr soziales System hat, gibts dann doch diverse Beihilfen, die man als Mindespensionist bekommt - oder was.
Wohnbeihilfe - nur dann, wenn die Wohnung nicht grösser als 60 qm ist - wenn mehr sollte man die Wohnung wechseln. Das ist aber ja auch mit Kosten verbunden. Ich z.B. hab 95 qm und zahle 320,-- Miete. Würde ich heute im selben Haus eine kleinere Wohnung mieten, würde ich ca. 600,-- bezahlen. Wo ist da bitte der Sinn dahinter?
Das selbe System beim Heizkostenzuschuß.
Dann wurde in Wien vor einigen Jahren der Mobilpass eingeführt. Damit kann man billiger mit den Öffis fahren, hat diverse Ermäßigungen bei Sport und Kultur usw. Es hieß für ALLE, die unter einem bestimmten Einkommen sind. Ja, Sozialhilfeempfänger bekommen diesen Pass wirklich. Jeder, ob 20 oder 60 Jahre alt. Beziehst du eine Witwenpension, dann bekommst du diesen Mobilpass erst mit 60 Jahren und nicht früher. Ergibt für mich auch keinen Sinn.
Ich hatte, als mein Mann plötzlich starb, natürlich Geldprobleme. Entstehen ja auch diverse Kosten, wie Begräbnis, Notar usw. Bei uns hat man die Möglichkeit eine finanzielle Unterstützung zu bekommen in solchen Fällen. Ja denkste. Ich hätte müssen unser Haus verkaufen - war damals 1. nicht schuldenfrei, wir habens erst 4 Jahre vor dem Tod gekauft, und 2. hätte ich es verkauft, hätte ich Spekulationssteuer dafür bezahlen müssen, weil es noch nicht 10 Jahre in unserem Besitz war. Und diese lag damals bei ungefähr 30 %. Ich habs mit Hilfe meiner Mutter und Schwiegermutter und der Abfertigung der Firma meines Mannes hingekriegt - heute ist mein Haus schuldenfrei - aber was macht jemand der keine familiäre Hilfe hat?
Aber genug mit meckern - unsere Ahnen hatten all das nicht und waren zufrieden. Wahrscheinlich sogar zufriedener als wir heute.
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