Hui, ganz schön viel schon geschrieben, da musste ich mich jetzt erst mal grob durchlesen!
Alles habe ich nicht gelesen mehr "überflogen".
Ob bei uns an der Grundschule morgens und mittags viele Mütter stehen, weiß ich nicht. Denn in der ersten Woche hat der Papa ihn mit dem Fahrrad begleitet (hatte er Urlaub) und ab der zweiten Woche fuhr er alleine. Ok, es ist ein Weg ohne eine Hauptstraße. Er fährt dazu nur durch 30Zonen (klar, auch mit 30km/h ist ein Auto schnell, keine Frage) und zusätzlich fährt fast die Hälfte der Schulkinder den Weg. Alle zeitgleich beinahe ;-) Ok, es sind auch unter 100 Schüler nur in dieser Grundschule *gg* Die ersten Tage wurde unser Sohn von einer Viertklässlerin bis auf den Hof gebracht bei uns! OHNE Aufforderung durch Lehrer oder so... So etwas finde ich toll!
Denke aber, wenn er zu der Schule auf der anderen Seite des Kreisverkehrs gehen würde, würde ich ihn vermutlich noch jeden Morgen bringen. Ich selber sehe jeden Morgen auf dem Weg zum Kindergarten (mit Auto den Kleinen bringen) manchesmal nur Schatten der "durchfliegenden" Autos hier! Dazu "wildgewordene" Schüler ab ca. 14 Jahren die der Meinung sind, dass der Radweg unnötig ist und man besser mittig durch den Kreisverkehr fährt ohne Rücksicht auf jüngere Verkehrsteilnehmer und auch ohne nach einem Auto zu schauen! Habe schon mehrfach gedacht, da ist gleich jemand "weg vom Fenster". Bisher *toitoitoi* nur wenig schlimme Unfälle im Kreisverkehr...
Aber ich glaube auch nicht, dass ich dann ewig an der Schule stehen würde, dazu habe ich sowieso zu wenig Kontakt zu den anderen Eltern (was ich schon schade finde eigentlich, den wenigen Kontakt).
Unser 6 jähriger spielt auch schon hier mit den Kids aus der Nachbarschaft auf der Straße zum Spielplatz (kleines Baugebiet 30-Zone, ein Spielplatz am Ende von einer der drei Sackgassen und eine "zentrale "Rundherumstraße")
Der 4jährige darf es noch nicht, denn er hat die "dumme" Angewohnheit immer mal in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, trotz Verbots! Und da ist der Kreisverkehr leider schon... Somit geht er nur mit mir oder halt einer Person der ich vertraue, raus!" Es kommt schon vor, dass ich ihn alleine schon runter auf den Hof schicke, den verlässt er aber ohne mich nicht (soweit sind wir glücklicherweise schon). Auf dem Hof spielen ist schwierig, wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, der Hof ist der Autoparkplatz! Und Garten haben wir nicht.
Bäume klettern, in Wasserpfützen spielen, das kennen meine Kinder. Sie wissen auch, dass sie nicht zum Bahnübergang gehen dürfen und nicht zur Schleuse am Kanal... Gefahrentechnisch haben wir hier fast alles anzubieten

was mich manchmal schon stört.
Über den Kreisverkehr darf der Große auch noch nicht alleine, da sogar ich dort schon beinahe von einem "Raser" überfahren worden bin. Da gehe ich immer lieber noch mit und schaue mit ihm zusammen!
Wenn er nachmittags mal mit Klassenkameraden spielen will, die außerhalb unserer Siedlung wohnen, fahre ich ihn entweder mit dem Auto oder fahre mit dem Fahrrad mit ihm hin. Je nachdem wo es hingeht, wie das Wetter ist und wo ich evtl. anschließend noch mit dem 4jährigen hinfahre.
Man kann es aber auch übertreiben mit dem "Bringen und Holen". Beispiel: 14jähriges Mädel wurde von der Mutter zum Teil die 1km zur Schule gebracht! Auf diesen 800m kam sie am Haus des Vaters vorbei und am Haus einer anderen Verwandten (die theoretisch ja auch mal schauen hätten können oder so...). Als das Mädel dann alleine fuhr, musste stets per SMS immer mitgeteilt werden, dass sie gut in der Schule angekommen ist... DAS ist meiner Meinung nach dann schon extrem! Bei einem 1km-Weg.
Diese Mutter ist im Laufe der Zeit immer mehr so geworden. Ihre älteren Kinder haben den Weg stets alleine gemacht und wurden auch nicht per Handy überwacht.
Insgesamt ist es aber schon anders als "früher", wobei ich da ja eher nur davon berichten kann, wie es bei MIR war. Ich bin jetzt 29 Jahre alt und der 6jährige ist mein ältestes Kind ;-)
Ich hatte früher im Winter immer als "Heimgehzeit" das Angehen der Straßenlaterne bekommen. Ansonsten wurde sich an der Kirchturmuhr und dem Glockenschlag orientiert. ABER wir/ich mussten stets sagen wo wir hinwollten! Unsere Eltern wussten eigentlich immer wo wir waren.
Mit 14 Jahren bin ich mit dem Fahrrad alleine über eine bewaldete Strecke in die nächste Stadt (10km) ins Freibad geradelt. Habe mich dort erst mit meinen Freundinnen getroffen, die auf der anderen Seite vom Dorf gestartet sind. Heimweg haben wir dann aber interessanterweise immer gemeinsam gemacht.
Ich denke, wenn mein Kind jetzt auf die Idee käme, würde ich es vermutlich fahren ODER halt dafür sorgen, dass sie bitte mind. zu zweit unterwegs sind. Besser zu dritt oder zu viert. Alleine eine solche Strecke...neee...
Vielleicht schaue ich auch zu viele Nachrichten...keine Ahnung...
LG karinmaria