Hallo,
alles in allem geb ich Tom in fast allem Recht.Nur : Klaps ?Wann fängt Klaps an und hört auf ? Ich habe meinen Sohn ohne so was erzogen,weil ich mir geschworen habe,das er so was nicht mitmachen muss

Er ist auch selbständig und zerstört nichts,obwohl er notgedrungen viel alleine ist.
Netty
Nochmal ich. Du hast bestimmt selbst schlechte Erfahrungen in der Hinsicht gemacht, netty. Das find ich sehr schlimm und traurig.

Aber es ist auch nicht so, daß jeder Klaps ein sselisches Trauma auslösen muß. Ich selbst habe bisher meinen Sohn auch ohne Schläge erzogen, auf der einen Seite bin ich froh darüber. Aber er hat keine Veranlassung zu glauben, daß der Watschnbaum in Zukunft nicht doch mal umfallen kann. Wenn er etwas angestellt hat, geht er zuerst zur Oma oder zum Papa, damit die die müttlerlichen Wogen glätten können, aber wenn es um Geheimisse geht, die "du nie nicht einem Menschen verraten darfst, versprichst du's?", bin ich die erste Wahl, obwohl ich der weitaus strengere Part der Elternschaft bin. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß Kinder sich an dem festhalten, wo sie wissen, wie sie dran sind. Und ich hab auch Verständnis für Eltern, denen mal die Hand ausrutscht, weil es bei mir öfter mal schon kutz vor zwölf war und ich das nur verhindern konnte, indem ich aus dem Zimmer gegangen bin.
Jetzt, wo mein Winzling flügge wird, kommen öfters (als mir lieb ist) Freunde zu Besuch und ich hab festgestellt, daß man Kids mit mit "gewaltfreien" Mitteln noch viel tiefer verletzen kann, als Schläge es je könnten. Ignorieren ist eins davon. Ein Junge z.B. hat geweint, weil seine Eltern nie Fußball spielen mit ihm und warum das bei uns geht und bei ihm daheim nicht. Der war echt auseinander, der kleine Kerl. Umgekehrt gibts natürlich auch ein Beispiel, wo mich die Mutter angesprochen hat, weil ich ihren kleinen Liebling zusammengestaucht habe. Natürlich, wenn der Herr Sohn meint, hier seine Zicken abzuziehen, schick ich den heim. Soll sich seine Mama das gefallen lassen, gerne.
Ich bin halt der Meinung, wenn das grundlegende Verhältnis zwischen Kind und Eltern stimmt, dann wird eine außergewöhnliche Ohrfeige keine weiteren Folgen haben...solange es eine Ausnahme bleibt. Ich find auch, daß Eltern nicht nur gute Freunde ihrer Kinder sein müssen, sondern auch, daß Respekt eine Rolle spielen muß. Wer setzt einem Kind Grenzen, wenn nicht die Eltern? Gerade eben, weil sie gute Freunde ihrer Ableger sind. Eltern sind auch nur Menschen und wer ein ADHS-Kind hat, kann sich ungefähr vorstellen, was ich meine. Bin mal gespannt, wann mein Geduldsfaden reißt. Hoffentlich nie, aber die Hand ins Feuer legen möchte ich nicht.