Encaustic mit der Paletta-Technik
Es ist kinderleicht, mit Encaustic verblüffende und farbenfrohe Bilder zu gestalten. Es gibt neben der weit verbreiteten Grundtechnik aber auch noch jede Menge Variationen...
Material:
- Encaustic-Maleisen
- Encaustic Malkarton
- Flachspachtel aus dem Baumarkt (oder auch Japanspachtel)
- Encaustic-Wachse in verschiedenen Farben
- Encaustic-Zauberpuder
- Zellstofftuch
- Feinstrumpfhose
So geht's:
Baut Euch das Maleisen zu einer Malplatte um, indem Ihr den Griff einfach unter das Maleisen schiebt.
Schmelzt verschiedene Wachsfarben nebeneinander auf das Maleisen und legt den Spachtel auf die Malfläche. Spachtel gibt es in verschiedenen Grössen und Ausführungen. In diesem Beispiel wurde ein Flachspachtel mit 4 cm Breite verwendet.
Versucht doch auch mal andere Variationen, wenn Ihr zum Beispiel Kammspachtel, oder Zackenspachtel verwendet.
Der Spachtel nimmt das Wachs auf und dann geht Ihr damit über Eure Malkarte.
Dabei ist es egal, in welche Richtung oder welcher Form Ihr arbeitet. Es entstehen wundervolle Farbeffekte, da sich die Farben untereinander vermischen.
Dieses wiederholt ihr so oft, bis euer Werk "fertig" ist.
Besondere Effekte könnt Ihr erzielen, wenn Ihr den Spachtel erhitzt, ihn senkrecht auf das fertig gemalte Bild stellt und die Karte einfach dreht.
So sind auch die "Schmetterlinge" auf dem unteren Bild entstanden.
Um den ganzen noch einen passenden Rahmen zu verpassen, erhitzt Ihr wieder den Spachtel, aber diesmal ohne Wachs. Legt den Spachtel gerade an der Kante des Bildes an und zieht ihn wieder ab. Das macht Ihr, bis Ihr einmal vollständig um die Karte seid.
Dadurch entsteht ein sogenannter "Saugeffekt", der das Hauptbild visuell in den Hintergrund rücken lässt.
Nun poliert Ihr das Bild mit einer Feinstrumpfhose, um das Werk zum Leben zu erwecken. Das Beste Ergebnis erzielt Ihr wirklich mit einer Feinstrumpfhose, da sich zum Polieren andere Tücher weniger eignen. Ein Zellstofftuch hinterlässt zum Beispiel unschöne Kratzer, durch seine rauhe Struktur.
Wenn Ihr mit dem Polieren fertig seid, nehmt ein kleines Ende der Strumpfhose, wickelt es um den Finger, nehmt damit vosichtig etwas Zauberpuder auf und streicht damit über die Seiten Eurer Encaustickarte. So habt Ihr gleich einen fertigen Rahmen für Euer Meisterwerk.
Fertig!
Kleiner Tipp:
Nehmt Euer fertiges Bild doch mal als Hintergrund für eine Passepartoutkarte, appliziert noch Collagenartig ein paar Dekogegenstände oder Flitter und Ihr habt eine einmalige Karte.
Apropos einmalig:
Jedes Encausticbild wird anders und ist immer ein Unikat!
Viel Spass beim Ausprobieren.

Design:
Pate am 01.05.2001 14:32:00 Uhr | 9817x gelesen
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